

Laut einer Umfrage des Hamburger Beratungsunternehmens Company Partners unter 100 Zeitarbeitsfirmen kann man aktuell eine zunehmende Abwanderung von Zeitarbeitnehmern hin zu den Kundenunternehmen erkennen. Aufgrund des Fachkräftemangels und der erschwerten rechtlichen Bedingungen beim Einsatz von Zeitarbeitnehmern durch die AÜG Reform stellen viele Unternehmen Mitarbeiter bevorzugt fest ein. Das zeigt sich auch laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, wonach die Anzahl von Zeitarbeitnehmern im Vergleich zum letzten Jahr um rund 90.000 gesunken ist. Es gebe jedoch auch Ausnahmen. Vor allem im Gesundheitsbereich gebe es einen gegenläufigen Trend, in dem mehr Arbeitnehmer die Zeitarbeit statt Festanstellung wählen.
Laut einer Sprecherin von Porsche in Leipzig fährt der Autobauer seine Produktion zurück und streicht die Nachtschicht. Als Grund für diesen Schritt sehe man aktuelle Marktschwankungen. Davon betroffen seien 500 Zeitarbeitnehmer, die aber alle Ersatzarbeitsplätze zugewiesen bekämen.
Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten schneller als erwartet | Laut des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) geht die Integration von Flüchtlingen deutlich schneller voran als zunächst angenommen. Die Integration verläuft „etwa ein Jahr schneller […], als wir es bei früheren Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland festgestellt haben“, sagte Herbert Brücker, Leiter des Bereichs Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung beim IAB, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Dienstagsausgabe). Bemerkenswert: Etwa 50 Prozent der Flüchtlinge im Job seien als Fachkräfte oder Spezialisten und Experten tätig, so Brücker. Dies sei überraschend, denn nur jeder fünfte Flüchtling hat vor der Flucht einen Berufsabschluss oder ein Studium gemacht. Laut IAB führen Arbeitnehmer in den Herkunftsländern qualifizierte Tätigkeiten auch ohne Abschluss durch bzw. lernen diese erst im Job.
Bereits zum achten Mal lud das IAB zum interdisziplinären „Forum Zeitarbeit“ ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis trafen sich am 4. Juli 2019 am IAB in Nürnberg, um aktuelle Fragen und Trends der Zeitarbeitsbranche zu diskutieren. Unter anderem wurden auf die Frage eingegangen, welche Herausforderungen und Handlungsfelder für die Zeitarbeitsbranche vor dem Hintergrund von Globalisierung, Diffusion digitaler Technologien, Klima- und Umweltpolitik, Demografie sowie des Wertewandels zentrale Bedeutung erlangen werden, und in welche Richtung sich das Geschäftsmodell "Zeitarbeit" zukünftig entwickeln sollte.
Die meisten Geflüchteten finden den Einstieg in den Arbeitsmarkt über einen Helferjob. Diese werden hauptsächlich über Zeitarbeit vermittelt. Es gebe jedoch keine Anzeichen, dass die Zeitarbeit den Ausbildungsbetrieben mögliche Kandidaten wegnimmt. Laut der Industrie und Handelkammer liegen die Ursachen dafür, dass zu wenige Geflüchtete eine Ausblidung finden, in Sprachbarrieren und fehlender Vorbildung, vor allem aber in fehlenden Aufenthaltstitel oder drohenden Abschiebungen. In solchen Fällen hielten sich Ausbildungsbetrieb lieber zurück.
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juli um 0,6 Punkte gefallen. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weist mit 101,6 Punkten zwar noch einen positiven Stand aus, ist aber gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich gesunken. Sowohl die Aussichten für die Arbeitslosigkeits- als auch für die Beschäftigungsentwicklung verschlechterten sich. Die Arbeitslosigkeitskomponente ist um 0,4 Punkte auf 98,1 Punkte zurückgegangen. Dies deutet auf saisonbereinigt steigende Arbeitslosenzahlen in den nächsten Monaten hin. Vermittlungen in konjunkturabhängige Bereiche wie die Zeitarbeit würden schwieriger. Die aktuellen Nachrichten über Stellenabbau bei Großkonzernen seien aber nicht repräsentativ für den Arbeitsmarkt.
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) Detlef Scheele sieht keine Gefahr von steigender Arbeitslosigkeit. Er prognostiziert zwar ein leichten Anstieg der Erwerbslosigkeit, in saisonunabhängigen Berufsbereichen werde die Zahl der Arbeitsplätze jedoch weiter steigen. Zudem bestehe in vielen Branchen weiterhin ein hoher Bedarf an Fachkräften. Stellenabbau sieht Scheele vor allem im Bereich der ungelernten Hilfskräfte. Insbesondere Zeitarbeitsstellen wären hiervon betroffen.
Die Zeitarbeitsbranche spielt eine wichtige Rolle in der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Die aktuelle Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt jedoch ein sehr geringes Lohnniveau der ausländischen Zeitarbeitnehmer von durchschnittlich 1515 Euro pro Monat im letzten Jahr. Die Autorin Britta Beeger wirft die Frage auf, ob die Zeitarbeit dadurch wirklich ein Sprungbrett für Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt sein und geht den Ursachen für die niedrige Entlohung auf den Grund.
Im Interview mit dem Handelsblatt spricht BAP-Präsident Sebastian Lazay über die aktuelle Situation der Branche. Aus seiner Sicht kämpft die Zeitarbeit auf der einen Seite mit Entlassungen aufgrund des Konjunktur-Rückgangs und auf der anderen Seite mit dem dem Mangel an Fachkräften.
Das Start-Up Unternehmen "Social-Bee" macht gemeinnützige Zeitarbeit. Im Interview mit der "Welt" erfahren Sie von der 28-Jährigen Geschäftsführerin Zarah Bruhn mehr über Ihre "ungewöhnliche Zeitarbeitsfirma".
Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, hat den Gewerkschaften mit einem Zurücktreten vom Flächentarifvertrag gedroht. Die Verträgen seien inzwischen zu komplex und überforderten mit ihren Regelungen kleine und mittlere Betriebe. Die Gewerkschaft IG Metall konterte mit dem Hinweis, dass die Flächentarifverträge eine wichtige Säule des Wirtschaftsstandorts Deutschland seien. Das sieht auch die Politik so. Sie warnt die Arbeitgeber vor dem Verlust der Tarifpartnerschaften, was notgedrungen den Gesetzgeber auf den Plan rufen würde.
Der Vorstand der Amadeus FiRe AG hebt seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 an. Die bisher erzielten Ergebnisse im ersten Halbjahr liegen über den ursprünglichen Erwartungen. Alle Personaldienstleistungen haben einen Beitrag geleistet, den Rohertrag deutlicher als geplant steigern zu können. Die Aufwendungen für Vertrieb und Verwaltung sind dagegen wie erwartet angewachsen. Damit sind die personellen Voraussetzungen geschaffen, die Dienstleistungen der Amadeus FiRe Gruppe weiterhin positiv entwickeln zu können. Bislang wurde ein EBITA-Wachstum für das Geschäftsjahr 2019 von rund 5 Prozent prognostiziert. Zum Halbjahr liegt das EBITA der Amadeus FiRe Gruppe mit EUR 17,6 Millionen um 15,7 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert. Für das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand eine im Grundsatz unveränderte Angebots- und Nachfragemarktsituation. Auf dieser Basis geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 nunmehr davon aus, das Vorjahres-EBITA um über 10 Prozent ausweiten zu können. Der vollständige Halbjahresfinanzbericht wird ab morgen (25.07.2019) auf der Homepage der Amadeus FiRe AG abrufbar sein.
Laut einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Leiharbeitnehmer in Deutschland um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Gründe sieht die Branche in der schwächelnden Konjunktur vor allem im Bereich der Produktionsbetriebe und die zusätzliche Regulierung der Zeitarbeit. Eine schwere Krise sehen Personaldienstleister aber nicht auf sich zukommen.
Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung beschreibt Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, seine Vorstellungen zur Reformierung des Tarifsystems, die aus seiner Sicht dringend erfoderlich sei.
Immer mehr Lehrstellen bleiben unbesetzt und Firmen suchen händeringend nach Auszubildenden. Sowohl Wirtschaft als auch Politik versuchen nun Ausbildungen attraktiver zu gestalten. Vorteile wie ein Mindestlohn für Auszubildende oder die so genannte "Azubi-Card", die Vergünstigungen verspricht, sollen Ausbildungsplätze den jungen Leuten wieder näher bringen.
Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit finden ehemalige Asylbewerber im deutschen Arbeitsmarkt vor allem in Klein- und Mittelstandsbetrieben eine Arbeitsstelle. Besonders Zeitarbeitsfirmen spielen hier bei der Arbeitsmarktintegration eine entscheidende Rolle. Der Zugang zu großen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern gestaltet sich für Geflüchtete jedoch immer noch schwierig.
Nach den Ermittlungen gegen Westfleisch wegen vermeintlicher nicht rechtskonformer Werkverträge, hat das Landessozialgericht Essen nach Prüfung der Fakten den Bescheid gegen den Fleischvermarkter nach 10 Jahren Rechtstreit aufgehoben. Westfleisch konnte so eine Rückzahlungforderung der Deutschen Rentenversicherung in Millionenhöhe vermeiden. Abgesehen davon sei man aber bei Westfleisch vor allem froh über die Bestätigung, alle Werkverträge sauber ausgestaltet zu haben, so Vorstandsmitglied Carsten Schruck.
Im Jahr 2016 ist das sogenannte Westbalkangesetz in Kraft getreten, das den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien erleichtert. Die zusätzlichen Arbeitskräfte werden in vielen Branchen wie z.B. dem Baugewerbe dringend benötigt. Nun wird diskutiert, ob die bis 2020 befristete Westbalkanregelung trotz der wirtschaftlichen Vorteile wie geplant auslaufen soll. Kritiker befürchten, dass zuviele unqualifizierte Arbeiter in den Arbeitsmarkt kommen und sehen zusätzlich erhöhte Gefahr von Missbrauch hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Entlohnung. Eine Evaluation des Westbalkangesetzes im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales soll nun zum Ende des Jahres mehr Klarheit schaffen.
In seinem Kommentar für die Süddeutsche Zeitung berichtet der Autor Alexander Hagelüken von Valerie Holsboer, ehemals Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, und über ihre Verdrängung durch den ehemaligen Wirtschaftsfunktionär Peter Clever vom Arbeitgeberverband. Nach Peter Clever besetzt nun der Geschäftsführer Steffen Kampeter die Position des Wirtschaftsfunktionärs. Hagelüken hat die Hoffnung, dass dadurch nun wieder mehr Konstruktivität in der Bundesagentur Einzug hält.
Deutsche Großunternehmen im Maschinenbau und der Automobilindustrie und zuletzt auch der Chemiekonzern BASF haben ihre Gewinnprognosen zurückgefahren. Einige kündigten zudem umfangreichen Stellenabbau an. Experten bewerten dies als Warnsignal für die deutsche Wirtschaft. Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit wirkt sich die vermeintliche Krise bisher jedoch nicht nennenswert auf die Beschäftigung in Deutschland aus. Die Arbeitslosenzahlen sind nur minimal angestiegen. In fast allen Branchen werden sogar weiterhin Stellen aufgebaut.
Das Home-Office ist aus rechtlicher Sicht weiterhin ein schwieriger Fall. Auch was Unfälle angeht kommt es immer wieder zu Diskussion. Nach Rechtsanwältin Miriam Battenstein sei es aufgrund der komplizierten Lage schon der Normalfall, dass Berufsgenossenschaften und Krankenkassen für Unfälle im Home-Office nicht aufkommen und diese generell ablehnen.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen