Nach dem Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG) zahlen förderwürdige Unternehmen mit besonders hohem Strombedarf nur eine geringere oder gar keine Ökostromabgabe. Dazu gehören auch Betriebe aus der Fleischindustrie. Laut eines Artikels der taz umgehen einige Fleischbetriebe die EEG-Umlage mithilfe von Werkverträgen. Die Lohnkosten von Werkvertragsmitarbeitern werden nicht in die zur Bemessung der Förderwürdigkeit herangezogene Bruttowertschöpfung einberechnet.
Laut einer Analyse der Nürnberger Arbeitsbehörde haben Geflüchtete mithilfe der Zeitarbeit gute Aussichten im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. So haben besonders Zeitarbeitsfirmen besonders viel Erfahrung im Umgang mit Geflüchteten aufzuweisen. Die thüringische Firma GEAT zählt zu den Paradebespielen für eine erfolgreiche Integration ausländischer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt. Geschäftsführer Helmut Meyer hat bisher nur positive Erfahrungen mit Geflüchteten gemacht: "Die wollen arbeiten und Geld verdienen".
Laut Recherchen des NDR wechseln zunehmend Pflegekräfte von einer Festanstellung in die Zeitarbeit. Auch der Bundesarbeitgeberverband für Personaldienstleister (BAP) bestätigt diese Entwicklung. Grund für den Wechsel seien insbesondere die besseren Arbeitsbedingungen für Zeitarbeitnehmer in der Pflegebranche.
Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und des Ifo-Instituts sind einige Regelungen des Sozial- und Steuerstaats leistungsfeindlich. So kann es in den unteren Einkommensbereichen vorkommen, dass der Arbeitnehmer zwar brutto mehr verdient, am Ende netto aber Geld verliert. Besonders gilt das, wenn neben dem Arbeitslohn auch Sozialleistungen in Anspruch genommen werden. Neben höheren Steuern kann in diesen Fällen ein höherer Lohn auch den Wegfall von Sozialleistungen bedeuten.
Die zum 1. April 2017 in Kraft getretenen Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) sind in den Augen von VOICE – IT-Bundesverbands der IT-Anwender e.V. für IT-Anwenderunternehmen sowie für IT-Freiberufler und -Berater kontraproduktiv. Sie torpedieren nicht nur die sich gerade neu entwickelnden agilen Arbeitsformen in IT-Projekten, sondern führen auch zu einer großen Verunsicherung der auftraggebenden Unternehmen. Deshalb fordert der Bundesverband der IT-Anwender, das AÜG um eine Regelung zu erweitern, die Freiberufler und Berater über einer gewissen Honorargrenze von den Gesetzesbestimmungen ausnimmt.
An der Osnabrücker Universität ist es wie an anderen Unis üblich für Aufsicht und Korrektur bei Klausuren Hilfskräfte einzustellen. Die Uni Osnabrück hatte dies über Werkverträge geregelt, die sich nun als fehlerhaft herausgestellt haben. Dadurch lag der Lohn dieser Hilfskräfte mit 6,10 Euro pro Stunde weit unter dem Mindestlohn. Laut der Uni Osnbrück handele es sich hierbei um ein Versehen. Die Verträge würden nun korrigiert und Nachzahlungen in die Wege geleitet.
Der Osnabrücker Personaldienstleister GVO Young Professionals hat mit "SmartHands" ein neues Angebot geschaffen und möchte damit Studenten, die sich etwas zum Studium hinzuverdienen möchten, an Privathaushalte vermitteln. Dort übernehmen die Studenten dann typische Helfertätigkeiten, die im Haushaltsalltag anfallen.
Der Pflegemindestlohn steigt ab Januar 2018 auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten. Anfang 2019 und 2020 wird er nochmals erhöht. Von diesem Mindestlohn, der über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt, profitieren vor allem Pflegehilfskräfte. Eine entsprechende Verordnung hat das Kabinett passiert.
Zeitarbeit ist ein gutes Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Das gilt insbesondere für Flüchtlinge. Der Flüchtling, der in diesem Artikel der WirtschaftsWoche vorgestellt wird, gehört zu den vielen Beispielen, wo diese Form der Integration in den Arbeitsmarkt erneut einwandfrei funktioniert hat.
Die digitale Arbeitswelt erfordert heute mehr Flexibilität als jemals zuvor. Der Gastautor Thomas Sattelberger appelliert in seinem Focus-Beitrag an die Politik die Arbeitswelt nicht mit immer mehr Regulierungen flexibler Arbeitsmodelle einzuschnüren und die Luft zum Atmen zu nehmen. Aus seiner Sicht fordert nicht nur die Digitalisierung, sondern auch der moderne Arbeitnehmer selber nach flexiblerer Arbeit.
Laut Informationen, die der WirtschaftsWoche vorliegen, wollen mehr als 30 Mitarbeiter des für Daimler tätigen Dienstleisters ISS Automotive Services, Klage gegen Daimler erheben. um wieder Teil der Stammbelegschaft zu werden. Der Vorwurf lautet in diesem Fall Missbrauch von Werkverträgen.
Einige Zeitarbeitsfirmen aus dem Bielefelder Raum, darunter die Piening GmbH und die dortige Niederlassung der Brunel-Gruppe, habe ihren Ummut über die AÜG-Reforn geäußert. Aus ihrer Sicht produziere die Reform unnötige Mehrkosten, zuviel Bürokratie und zunehmend verunsicherte Arbeitnehmer. Besonders die Zeitarbeitnehmer selbst wären durch die Reform negativ betroffen.
Schon im Vorfeld der Bundestagswahlen bestimmen Themen des Arbeitsmarktes den Wahlkampf. Am vergangenen Donnerstag trafen sich Vertreter von Mitgliedsunternehmen des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP) aus der Region Mitte in Hannover, um eine Podiumsdiskussion mit niedersächsischen Bundestagskandidaten der SPD, FDP sowie Bündnis 90/Die Grünen zu den Themen Zeitarbeit, Arbeitsmarkt und Wirtschaft zu verfolgen. Eingeladen in die Räumlichkeiten der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN) hatte Lutz Martens, BAP-Regionalsprecher Mitte. Moderiert wurde die Diskussion von Mareike Wulf, Geschäftsführerin des UVN und Leiterin der Bereiche Arbeitsmarkt, Bildung und Gesellschaftspolitik. Neben Bundestagskandidatin Ulla Ihnen (FDP) standen Kerstin Tack (SPD), Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag sowie Sven Kindler (Bündnis 90/Die Grünen), haushaltspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, auf dem Podium.
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am Dienstag die Klagen einiger Gewerkschaften gegen das umstrittene Tarifeinheitsgesetz abgewiesen. Das von Arbeitsminsterin Andrea Nahles eingeführte Tarifeinheitsgesetz bleibt also in seinen Grundzügen bestehen. Nachgebessert hatten die Richter dabei nur den Schutz kleinerer Spartengewerkschaften.
Der DGB weist darauf hin, dass es selbst zweieinhalb Jahre nach Einführung des Mindestlohns immer noch zu Verstößen gegen das Mindestlohngesetz kommt. Besonders betroffen seien die Taxi-, die Gastronomie und die Baubranche. Der DGB fordert von der Politik, mehr Geld und Personal zur Verfügung zu stellen, damit häufigere Kontrollen durchgeführt werden können.
Den Fachkräftemangel bekommen nun auch Restaurants in Sachsen zu spüren. Es fehlt zunehmend an Köchen, Kellnern und auch an Auszubildenden. In einigen Regionen Sachsens müssen Restaurants Zangsruhetage einlegen, weil ihnen das Personal fehlt.
Die VW-Tochter Autovision erhält ab 2018 den neuen Namen "Volkswagen Group Services". Dies hatte der VW-Konzernvorstand letzte Woche beschlossen. Grund für die Neuaufstellung ist eine stärkere "strategische Ausrichtung des Unternehmens auf den Gesamtkonzern, seine Marken und Gesellschaften“. Der Personaldienstleister "Autovision Zeitarbeit" wird bereits im September 2017 in "Autovision - Der Personaldienstleister" umbenannt werden und seine Dienstleistungen dann auch externen Unternehmen zur Verfügung stellen.
Harte Verhandlungen, dafür Planungssicherheit bis 2020 In der Chemiebranche haben sich die Arbeitgeber der Zeitarbeitsbranche, vertreten durch die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), zusammen mit dem Vorstand der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) auf eine Anpassung des Branchenzuschlagstarifvertrages für Überlassungen in die Chemische Industrie verständigt. Aufgrund der neuen gesetzlichen Anforderungen in der Arbeitnehmerüberlassung muss der bestehende Branchenzuschlagstarifvertrag für Beschäftigte in der Chemiebranche angepasst werden.
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat einen neuen Rekordwert erreicht. Die Stimmung in deutschen Chefetagen hat sich verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt das ifo Institut in einer Befragung unter etwa 7.000 Unternehmen aus Industrie, Bauwirtschaft sowie Einzel- und Großhandel zur wirtschaftlichen Entwicklung. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Juni von 114,6 auf 115,1 Punkte.
Die Bundestagswahl 2017 steht vor der Tür. Wird die Zeitarbeitsbranche nach den seit April dieses Jahres geltenden Gesetzesänderungen erneut in den Fokus der Parteien rücken? Und wie positionieren sie sich zu den Themen Zeitarbeit, Wirtschaft und Arbeitsmarkt? Diese und weitere Fragen wurden beim diesjährigen Arbeitgebertag Zeitarbeit des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP) diskutiert.
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ES-Klassentreffen