Laut Antwort des Arbeitsministerium auf eine Anfrage der Linken verdienen 17,7 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Im Osten Deutschlands ist der Anteil mit 31,2 Prozent fast doppelt so hoch wie in Westdeutschland mit 14,7 Prozent. Die Linken fordern eine weitere Angleichung der Löhne, Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro und Abschaffung von Niedriglohnbeschäftigungen wie der Zeitarbeit.
Im Interview mit der Zeit ist Alain Dehaze, Vorstandsvorsitzender der Adecco-Gruppe, davon überzeugt, dass Zeitarbeit ein wichtiger Faktor ist, um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Den Vorwurf prekäre Jobs zu fördern, kann er nicht nachvollziehen. Aus seiner Sicht müssen die Unternehmen in der heutigen Arbeitswelt agiler werden und ihr Personal mit flexiblen Arbeitslösungen organisieren. Dazu gehören heutzutage Zeitarbeit, Outsourcing und Freiberufler.
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2018 erreichte die Amadeus FiRe Gruppe einen konsolidierten Umsatz von EUR 48,2 Millionen (Vorjahr: EUR 44,8 Millionen), ein Plus von 7,5%. Die Umsätze der einzelnen Dienstleistungen stiegen in den Bereichen Zeitarbeit um 3,9%, Personalvermittlung um 23,8%, Interim-/Projektmanagement um 3,6% und Fort- und Weiterbildung um 10,1%. In direkter Folge der erstmaligen Anwendung der gesetzlichen Equal Pay Regelung auf den gesamten Auftragsbestand in der Zeitarbeit zum Jahreswechsel ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückgang in der Anzahl der Aufträge um rund 3%.
Peter Blersch, CEO der DIS AG, übernimmt am 1. Mai 2018 zusätzlich die Position des CEO der Adecco Personaldienstleistungen und TUJA Zeitarbeit. Er folgt in dieser Funktion auf Dr. Patrick Maier, der sich entschlossen hat das Unternehmen zu verlassen und in die Schweiz zurückzukehren. Mit dieser Änderung wird Peter Blersch gleichzeitig Country Head der gesamten Adecco Group in Deutschland. Die Adecco Group ist der weltweit führende Partner für Personallösungen.
Noch transparenter geht es kaum: Das Management der wu personal GmbH hat 2006 mit der Einführung des transparenten Preismodells seine Kalkulation offengelegt. WU geht jetzt noch einen Schritt weiter, legt alle Karten auf den Tisch und zeigt dem Bewerber im Vorstellungsgespräch alle Vorgaben ihrer Kunden.
Nach der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) wurden zum 1. Januar erstmals die Bestimmungen des Equal Pay wirksam, am 1. Oktober wird für etliche Zeitarbeitnehmer die 18-monatige Höchstüberlassungsdauer greifen. Dies stellt Unternehmen und Mitarbeiter vor große Herausforderungen und führt laut einer aktuellen Zeitarbeitnehmer-Befragung im Auftrag des Personaldienstleisters Orizon vielfach zu Verunsicherung bei den Beschäftigten. Nach dem wachstumsstarken Jahr 2017 erwartet Orizon daher für 2018 eher eine Konsolidierung – sowohl beim Umsatz als auch hinsichtlich der Mitarbeiterzahlen. Doch trotz der tiefgreifenden politischen Regulierungen und bürokratischen Hürden gelingt es dem Unternehmen, ein verlässlicher Partner für Kunden und Mitarbeiter zu bleiben. Das belegt unter anderem die jüngste Auszeichnung als bester Mittelstandsdienstleister in der Branche der Personaldienstleistungsunternehmen durch das Magazin „WirtschaftsWoche“.
Die Supermarkt-Kette real hatte einer an der Kasse eingesetzten Zeitarbeitnehmerin kurz vor Beginn der Equal-Pay-Phase über ihre Zeitarbeitsfirma die Kündigung ausgesprochen. Nach einer Pause von drei Monaten und einem Tag wollte man die Zeitarbeitnehmerin erneut einsetzen. Dadurch wäre ihr Anspruch auf Equal Pay verloren gegangen. Die Zeitarbeitnehmerin hatte gegen dieses Vorgehen vor dem Arbeitsgericht Mönchengladbach geklagt. Das Arbeitsgericht gab ihr Recht und erklärte die Kündigung für rechtswidrig. Zu dem kritisierte das Gericht das Vorgehen, Equal Pay durch eine geschickt platzierte Kündigung zu umgehen.
Aufgrund von Umstrukturierungen im Görlitzer Bombardierwerk ist die Zukunft der 500 dort beschäftigten Zeitarbeitnehmer ungewiss. Um auf Ihre Situaton aufmerksam zu machen, haben einige Zeitarbeitnehmer die Initiative "Zukunftsschiene" gegründet. Hier können sich betroffene Zeitarbeitnehmer über ihre Rechte und Pflichten informieren und ihr berufliches Profil Unternehmen aus der Region präsentieren.
Aufgrund eines Stufentarifvertrag zwischen den beiden Arbeitgeberverbänden BAP und iGZ und der Gewerkschaft IG Metall steigt das Grundentgelt von Zeitarbeitnehmer in Ostdeutschland ab 1. April um vier Prozent auf 9,27 Euro brutto pro Stunde. DIes teilte die IG Metall am Dienstag im thüringischen Suhl mit. Durch weitere geplante Stufen werde im nächsten Jahr das Grundgehalt bis Oktober 2019 9,66 Euro brutto pro Stunde erreichen.
Fehlendes Personal wird in der Pflege immer mehr durch Zeitarbeitskräfte ergänzt. Laut Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Zeitarbeitnehmer von 2014 bis 2017 von 7.343 auf 10.181 gestiegen. Die Linksfraktion kritisiert diesen Trend, weil laut Zahlen aus 2016 Zeitarbeitnehmer in der Pflegebranche niedrigere Löhne erhielten als die Stammarbeitnehmer.
In diesem Artikel vom Handelsblatt berichtet der Autor Peter Thelen, dass immer mehr Pflegekräfte in Deutschland von einer Festanstellung zu Zeitarbeitsunternehmen wechseln, da Zeitarbeitnehmer in der Pflegebranche inzwischen besser bezahlt werden als Festangestellte. Im Umkehrschluss müssen Pflegeeinrichtungen die abgewanderten Stammbeschäftigten wieder teurer durch Zeitarbeitnehmer aufstocken. Um diesem Teufelskreis zu entgehen, fordert ver.di die flächendeckende Einführung von Tariflöhnen in der Pflege.
Thomas Hetz über die Äußerungen der Grünen-Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke zur Kritik der Vermittlung von Arbeitslosen in die Zeitarbeit: Zur Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen zur „Vermittlung der Bundesagentur für Arbeit in die Leiharbeit“ sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke laut Medienberichten: „Es scheint, die schnelle Vermittlung in Leiharbeit steht immer noch im Mittelpunkt, obwohl die Menschen schnell wieder arbeitslos werden." Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), erklärt dazu: „Die Schlagzeile 'Jeder Dritte geht in die Leiharbeit', die heute in den Medien zu lesen ist, ist wieder einmal ein Beispiel für das Phänomen, durch das die politische Debatte über die Zeitarbeit immer wieder geprägt ist und das der Arbeitsmarktforscher Prof. Dr. Hilmar Schneider als „statistischen Analphabetismus“ beschreibt.
Entgegen den Absichten des Gesetzgebers beschert die AÜG-Reform vielen Zeitarbeitnehmern zwar ein Gehaltsplus durch Equal Pay, gleichzeitig aber auch Angst vor häufigeren Einsatzwechseln mit Gehaltsrückgang oder einem Jobverlust sowie generell eine größere Unsicherheit. Das belegt eine neue Studie des unabhängigen Marktforschungs- und Analyseunternehmens Lünendonk im Auftrag von Orizon. Für die Befragung im Februar wurden rund 1.500 Orizon-Zeitarbeitnehmer befragt, die zum 1. Januar 2018 von der Equal Pay-Regelung betroffen waren. 24 Prozent der Befragten sind zu Jahresbeginn von Orizon zu ihrem vorherigen Einsatzunternehmen (17 Prozent) oder einem Drittunternehmen (7 Prozent) gewechselt. Rund 70 Prozent sind auch weiterhin beim Top 10-Personalunternehmen Orizon beschäftigt. 6 Prozent sind derzeit auf Jobsuche. Die Befragung belegt, dass viele Zeitarbeitnehmer die vermeintlichen Verbesserungen durch die AÜG-Reform skeptisch sehen.
Laut einer Arbeitsmarktstudie, die das Bundesminsterium veröffentlicht hat, zeigt sich ein Abwärtstrend bei den geleisteten Überstunden auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Insgesamt ist in den letzten vier bis fünf Jahren ein Rückgang um insgesamt 12 Prozent zu verzeichnen. Dies gilt besonders für die Berufsgruppen der Mitarbeiter in Führungspositionen und Mitarbeiter ohne tarifliche Bezahlung, die zuvor besonders viele Überstunden leisteten. Die sinkende Zahl der Überstunden steigere zudem die Zufriedenheit im Job.
Für die seit nunmehr 15 Jahren verantwortungsvoll gelebte Sozialpartnerschaft zwischen den Arbeitgebern der Zeitarbeitsbranche und den DGB-Gewerkschaften, bedankte sich VGZ-Verhandlungsführer Thomas Bäumer, Vizepräsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), bei Stefan Körzell, Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), für die lange und funktionierende Sozialpartnerschaft.
Der Personaldienstleister Adecco hat die Erwartungen seiner Anleger durch den Umsatzrückgang zum Jahresanfang nicht erfüllt. Das Wachstum des Umsatzes verlangsamte sich von 7% des letzten Quartals 2017 auf 5% für die zwei Monate Januar und Februar 2018. Laut Adecco sei dies auf die Verteilung der Feiertage zurückzuführen.
Die Verhandlungsführerinnen des Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission haben sich am Mittwochabend auf die Überarbeitung der Entsenderichtlinie geeinigt. „Die mögliche Einigung sieht den Grundsatz des gleichen Entgelts für gleiche Arbeit am gleichen Ort sowie ein höheres Maß an Rechtssicherheit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor. Wir werden nun die Ergebnisse der Verhandlungen in unseren jeweiligen Organen vorstellen und unser Möglichstes tun, um das für den endgültigen Abschluss notwendige Mandat zu erhalten“, erklärte EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen gemeinsam mit den Verhandlungsführerinnen von Parlament und Rat. Deutschland war im Jahr 2016 mit rund 440.000 Personen das Hauptzielland für entsandte Arbeitnehmer aus anderen Staaten der EU. Aus Deutschland sind mehr als 260.000 Menschen als Arbeitnehmer in andere Mitgliedstaaten entsandt.
Nach Berichten des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Montagausgaben) sagte der AfD-Bundestagabgeordnete Jürgen Pohl zu den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA): „Die Ausweitung der Leiharbeit verfestigt den Niedriglohnsektor weiter und verschärft die Spannungen in der Gesellschaft.“ Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), wies diese Behauptung als falsch zurück.
Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Zeitarbeitnhemer in der Zeit vom Juli 2016 bis Juli 2017 um 4 Prozent auf insgesamt 1.01 Millionen angestiegen.
Der finanziell angeschlagene Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) hat beschlossen, den Einsatz von Zeitarbeitnehmern einzudämmen und dafür einen eigenen Springerpool aufbauen. „Damit soll die teure Leiharbeit reduziert werden" gab Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) nach der Sitzung des Sanierungsausschusses bekannt.
Angesichts der Ergebnisse der abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD fordert der BDU die neu formierte Regierung auf, für eine präzisere Klarstellung der bestehenden rechtlichen Unterscheidung zwischen Consultingleistungen und Zeitarbeit zu sorgen.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen