iGZ-Hauptgeschäftsführer: Kein Verständnis für Grünen-Kritik „Die Bundesagentur für Arbeit fördert die Zeitarbeitsbranche nicht überdurchschnittlich – die Zeitarbeitsbranche bietet einfach überdurchschnittliche viele Beschäftigungsmöglichkeiten“, reagiert Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), auf eine Äußerung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke.
Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte in der Grünen-Bundestagsfraktion, bezeichnet es in einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ als „Märchen, wenn immer wieder darauf verwiesen wird, Leiharbeitskräfte seien schlechter qualifiziert“. Gleichzeitig behauptet die Bundestagsabgeordnete, Lohnunterschiede zwischen Zeitarbeitnehmern und anderen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seien „gravierend hoch“. Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), wies die Aussagen als nicht haltbar zurück:
Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Sprecherin für Arbeitnehmerrechte in der Grünen-Bundestagsfraktion, Beate Müller-Gemmeke vermittelt die Bundesagentur für Arbeit jeden dritten Arbeitslosen in eine Zeitarbeitsstelle. Die Grünen-Politikerin kritisiert die Bundesagentur für diese Vorgehensweise. Aus Ihre Sicht sollte das oberste Ziel sein, Arbeitslose in feste Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.
iGZ-Hauptgeschäftsführer referierte beim ES-Unternehmerforum Stolz: „Die jüngst in Kraft getretene Höchstüberlassungsdauer ist ärgerlich – aber in der Geschichte der Zeitarbeitsbranche auch nichts Neues“, erinnerte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). In seinem Vortrag beim ES-Unternehmerforum in Fulda zeichnete er die Entwicklung der Branche nach und wagte einen Blick in die Zukunft.
Die Branchenzuschlagstarifverträge in der Zeitarbeit stellen künftig die einzige Alternative zum gesetzlichen Equal Pay nach neun Monaten dar. Über die Forderungen und Ziele der Sozialpartner sowie den Stand der Verhandlungen, informierte Thomas Bäumer, Vizepräsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), Vorsitzender der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) und Präsidiumsmitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), auf dem 11. Edgar Schröder-Unternehmerforum für Personaldienstleister in Fulda.
Die neue Branchenregel Zeitarbeit hilft Unternehmerinnen und Unternehmern, staatliche Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und viele verbindliche gesetzliche Regelungen beim Einsatz von Zeitarbeit konkret anzuwenden. Sie richtet sich sowohl an die Betriebe die Zeitarbeit einsetzen als auch an Zeitarbeitsunternehmen.
Laut einer Auswertung der Techniker Krankenkasse sind Zeitarbeitnehmer in Rheinland-Pfalz statistisch gesehen 5 Tager länger krankgeschrieben als ihre festangestellten Kollegen. Besonders häufig seien Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und Psychische- und Verhaltensstörungen.
Bewerber sollten bei der Auswahl eines passenden Personaldienstleister kritisch sein und sich im Vorfeld im Internet informieren. Dazu rät Tim Eifler, Vorsitzender der Gütegemeinschaft Personaldienstleistungen. Solide Zeitarbeitsfirmen zahlen übertariflich und bieten Weiterbildungsmöglichkeiten. So bestehen auch gute Chancen in eine Festanstellung übernommen zu werden.
Mehr Geld und Perspektive auf Übernahme für Leiharbeiter Die IG Metall hat die Tarifverträge für die Leiharbeit in der Metall- und Elektroindustrie (TV LeiZ) neu ausgehandelt – gemäß den Vorgaben des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Sie sichern den Leiharbeitern mehr Geld als das neue AÜG und eine echte Perspektive auf feste Übernahme.
Bekräftigung der nach wie vor gut funktionierenden Sozialpartnerschaft Die Arbeitgeber der Zeitarbeitsbranche, vertreten durch die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), haben sich gemeinsam mit dem Vorstand der IG Metall auf eine Anpassung der Branchenzuschlagstarifverträge für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Aufgrund der neuen gesetzlichen Anforderungen in der Arbeitnehmerüberlassung musste der bestehende Branchenzuschlagstarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie angepasst werden.
Laut Informationen der WirtschaftsWoche und des Bayerischen Rundfunks gibt es bei BWM erneut Probleme wegen falsch eingesetzter Werkverträge. Zwei Werkvertragsmitarbeiter wollen nun auf eine Festanstellung bei BMW klagen. Sollten die beiden Klagen erfolgt haben, wäre ein Präzedenzfall geschaffen, der eine Klagewelle auslösen könnte.
Laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FPD-Bürgerschaftsfraktion ist der Anteil an Zeitarbeitskräften an Bremer Schulen in den letzten sechs Jahren um fast das Zehnfache gestiegen. FDP-Fraktionsvorsitzende Lencke Steiner zeigte sich bestürzt hinsichtlich dieses enormen Anstiegs. Sie sieht zwar in der Zeitarbeit grundsätzlich ein sinnvolles Instrument für Teilbereiche der Wirtschaft. Speziell für die Schulbildung halte Sie es aber für den falschen Weg.
Der Versuch der Deutschen Post durch den Einsatz von Zeitarbeitnehmern flexibler und besser zu wirtschaften ist nicht aufgegangen. Nachdem der Verdacht von illegaler Arbeitnehmerüberlassung aufgekommen war, hatten Staatsanwaltschaft und Zoll Ermittlungen aufgenommen. Das Ermittlungsverfahren wurde nun gegen die Zahlung eines Verfallbetrags durch die Deutsche Post beendet. Unbestätigten Schätzungen zufolge soll es sich hierbei um einen Millionenbetrag handeln.
Das BMW-Werk in Leipzig hat 400 Arbeiter, die bisher per Werkvertrag über die Subunternehmern HQM und SAS angestellt waren, in die Stammbelegschaft übernommen. Die Zahl der Beschäftigten im Werk Leipzig steigt damit laut BMW auf 5.300.
Nach einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist in Deutschland nur jeder 5. Arbeitnehmer Mitglied in einer Gewerkschaft. Insgesamt gebe es seit 2011 einen leichten Zuwachs an Gewerkschaftsmitglieder. Der DGB jedoch habe Mitgliederrückgänge zu verzeichnen.
Die Welt berichtet hier über die Spezialsendung „Viel Arbeit, wenig Geld – lohnt sich Leistung heute?“ von Maybrit Illner vom 27.04.2017 u.a. mit den Themen Zeitarbeit und Mindestlohn, in der Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und CDU-Staatssekretär im Finanzministerium Jens Spahn sich den Fragen der arbeitenden Bürger stellten.
Das am 1. April 2017 in Kraft getretene Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) ist umstritten. Wichtige Forderungen der IG Metall sind nicht ins Gesetz eingeflossen. Und die Berichterstattung liegt falsch, wenn sie einen gesetzlichen Anspruch auf eine Festanstellung nach 18 Monaten behauptet. Die Materie ist komplex. Und die IG Metall steht fest an der Seite aller Leihbeschäftigten
Die SYNERGIE Personal Deutschland GmbH, deutsche Tochter des fünftgrößten Personalexperten in Europa SYNERGIE S.E., fusioniert mit der bayrischen CAVALLO Personalmanagement GmbH. Nach der Verschmelzung ist SYNERGIE mit Sitz im badischen Karlsruhe an über 30 Standorten überwiegend in Baden-Württemberg und Bayern vertreten. Beschäftigt werden insgesamt rund 2.500 Mitarbeiter, die in 2016 einen Umsatz von 61,5 Mio. Euro erwirtschaftet haben.
Am heutigen 25. April hat sich die Pflegekommission auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege geeinigt: Ab 1. Januar 2018 soll der Mindestlohn auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten steigen. In zwei Schritten soll er bis Januar 2020 weiter wachsen und dann 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten betragen. Davon profitieren gerade Pflegehilfskräfte.
Die AÜG-Reform lässt tariflich festgelegte Ausnahmen bei der Überlassungshöchstdauer zu. Der Arbeitgeberdachverband Gesamtmetall und die IG Metall überarbeiten nun die Tarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie. Im Zuge dieser Anpassung hat die IG Metall der Verlängerung der Überlassungshöchstdauer auf 48 Monate zugestimmt. Als nächstes müssen neue Zuschläge mit der Zeitarbeitsbranche verhandelt werden.
Seit Inkrafttreten der AÜG-Reform gilt in der Zeitarbeit eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und die IG Metall haben sich jetzt auf eine Ausnahmeregelung geeinigt. Diese macht es möglich Zeitarbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie bis zu 48 Monate zu überlassen, sofern der Betriebsrat zustimmt.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen