Der freie Journalist Bernd Kramer kritisiert in seinem Artikel in der Zeit befristete Verträge. Aus seiner Sicht sind viele Verträge grundlos befristet, was Arbeitnehmer zu "Wegwerfprodukten" mache. Er beklagt, dass die Politik nichts gegen das Problem der befristeten Verträge unternimmt und die betroffenen Arbeitnehmer alleine gelassen werden.
Der neue Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung erhält Kritik sowohl von Arbeitgeberseite als auch von Seiten der Gewerkschaften. So geben die im Bericht festgestellten "zunehmend unsicheren Beschäftigungsverhältnisse" aus Sicht der Arbeitgebervereinigung BDA die reale Beschäftigungssituation nicht korrekt wider. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB bemängelt hingegen, dass der Bericht zuwenig Handlungsempfehlungen für mehr Gleichheit in der Arbeitswelt beinhaltet.
Branche leistet Arbeitsmarktintegration „Brigitte Pothmer hat offenbar immer noch nicht erkannt, dass ein Zeitarbeitsverhältnis in aller Regel eine unbefristete, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit übertariflicher Bezahlung ist“, reagiert Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), auf die Forderung von Brigitte Pothmer (GRÜNE), weniger Arbeitsuchende in Zeitarbeit zu vermitteln.
Die Grünen-Politikerin Brigitte Pothmer hatte im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung kritisiert, dass die Vermittlung von Arbeitssuchenden in Zeitarbeit keinen langfrsitigen Effekt für die Integration in den Arbeitsmarkt habe. Dem widerspricht Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ): Er weist darauf hin, dass ein Großteil der Zeitarbeitnehmer zuvor arbeitslos war und über ein Drittel der Zeitarbeitnehmer im Anschluss übernommen werden.
Das neue AÜG wird am 1. April 2017 in Kraft treten. In diesem umfangreichen Beitrag der Legal Tribune Online stellt der Jurist Dr. Alexander Bissels die wichtigsten Änderungen vor.
Besonders in der Weihnachtszeit fehlen den deutschen Paket-/Lieferdiensten Zusteller. Der Arbeitsmarkt hat keine Reserven, auch den Personaldienstleistern fällt es schwer, den Bedarf zu decken.
Das Erfurter Personaldienstleistungsunternehmen GEAT AG beschäftigt zurzeit 153 Mitarbeiter aus 32 Nationen. Daher sieht sich das Unternehmen selbst als "Integrationsarbeitgeber". Erst kürzlich wurden wieder etliche ausländische Beschäftigte von einem Kundenunternehmen übernommen.
Von Dezember 2015 bis November 2016 schafften 34.000 Einwanderer aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern den Schritt in den ersten Arbeitsmarkt. 57 Prozent davon seien in der Leiharbeit, anderen wirtschaftsnahen Dienstleistungen und im Gastgewerbe. 406.000 arbeitssuchende Flüchtlinge sind bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern registriert, 160.000 davon als arbeitslos erfasst.
Seit 2015 müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten Mindestlohn zahlen. Zum 1. Januar 2017 steigt dieser nochmals auf 8,84 Euro an. Wirtschaftsforscher ziehen nun eine verheerende Bilanz - Das Arbeitsministerium hält dagegen.
Für die Zukunft scheint in der deutschen Konjunktur alles möglich zu sein. Die Erwartungshaltung der Wirtschaftsinstitute sind stark unterschiedlich. Das Wachstum für 2017 könnte so auf dem aktuellen Niveau bleiben oder deutlich bergab gehen.
Für rund 75 Millionen Euro wurde die Zeitarbeitsfirma Orizon aus Augsburg von dem Private-Equity-Investor Silverfleet an das japanische Dienstleistungsunternehmen Outsourcing verkauft. Im Dezember 2006 hatte Silverfleet die Firma Orizon vollständig für einen Preis von 176,5 Millionen Euro gekauft. Der Verkaufspreis liegt damit rund 100 Millionen Euro unter dem Einstiegspreis von damals.
"Arbeitswelt der Zukunft" dies ist das Thema 2016 im Arbeitsministerium und auf Personalmessen. Laut der arbeitenden Bevölkerung ist der Arbeitsplatz 4.0 allerdings kein Thema, da die Mehrheit noch mit "alten" Methoden arbeitet.
Rund 26.000 Betriebe nutzten im vierten Quartal 2015 On-Site-Werkverträge, also Werkverträge zwischen Betrieben, bei denen die Arbeiten auf dem Betriebsgelände des Auftraggebers ausgeführt werden. Sie betrafen etwa 212.000 Beschäftigte, die im Rahmen dieser On-Site-Werkverträge auf dem Betriebsgelände der Auftraggeber tätig waren. Das zeigen Daten der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Befragung von 12.900 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Gemeinsam mit der Tarifgemeinschaft Leiharbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) nach einem Verhandlungsmarathon von Dienstagmorgen bis in den frühen Abend des Mittwochs hinein einen neuen Tarifabschluss für den Entgelttarifvertrag erreicht.
In Reaktion auf die Kritik des stellvertretende Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins Rober Habeck im Tagesspiegel, hat DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell die Vorgehensweise des DGB und ihrer Mitgliedsgewerkschaften in Schutz genommen. Tarifverträge in der Zeitarbeit würden die Zeitarbeitnehmer finanziell besser stellen. Habeck hatte dem DGB vorgeworfen sich zu wenig für Zeitarbeitnehmer einzusetzen.
Nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom wird das neue Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen, da das Beschäftigen von IT-Experten auf Basis von Zeitarbeits- und Werkverträgen deutlich schwieriger würde. Der Verband fordert daher Sonderregelungen für die IT-Branche.
Der Bundesrat hat dem neuen AÜG zugestimmt. Damit wird die Zeitarbeit künftig strenger reguliert. Das Gesetz tritt am 1. April 2017 in Kraft und sieht für Zeitarbeitnehmer u. a. anderem Equal Pay nach 9 Monaten und eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten vor.
In seinem Gastbeitrag kritisiert der stellvertretende Ministerpräsident Schleswig-Holsteins Rober Habeck, dass die Gewerkschaften sich zu wenig für die Belange der Zeitarbeitnehmer einsetzen und stattdessen gemeinsame Sache mit den Arbeitgebern machen, um diesen weiterhin günstige sowie schnell auf- und abbaubare Arbeitskräfte zu erhalten. So würden Sie zwar die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft schützen, aber auf Kosten der Zeitarbeitnehmer.
Sven Kramer übernimmt Amt kommissarisch bis April 2017 Ariane Durian hat ihr Ehrenamt als Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) niederlegt. Als zunächst kommissarischen Nachfolger wählte der Vorstand heute Sven Kramer. Nach dem starken Engagement in Sachen AÜG-Reform sei es nunmehr aus Durians Sicht gelungen, Schlimmeres zu verhindern. Insoweit sehe sie zusammen mit dem überaus erfolgreichen Landeskongress in Stuttgart mit mehr als 500 Teilnehmern auch einen geeigneten Zeitpunkt zur Beendigung ihrer insgesamt knapp 14-jährigen engagierten Tätigkeit in verschiedenen Gremien und Verbandsämtern des iGZ. Der Vorstand bedauert diesen Schritt außerordentlich. Die Mitglieder des iGZ-Bundesvorstands dankten Durian für ihren unermüdlichen zeitlichen und inhaltlichen iGZ-Einsatz in all den Jahren mit vielen innovativen Verbandsimpulsen.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen