Das Unternehmen Westfleisch wird ab Januar auf Basis eines Tarifvertrags mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) 3000 externe Werkvertragsmitarbeiter in die Stammbelegschaft eingliedern. Der Tarifvertrag sähe außerdem sechs Lohnstufen vor, wobei die niedrigste Stufe oberhalb des Mindestlohns läge, wie der Fleischkonzern weiter mitteilte.
Christian Baumann ist – und bleibt – Bundesvorsitzender des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Erneut sprachen ihm die Mitglieder das Vertrauen für die nächsten drei Jahre aus, und zwar erstmalig digital: Wegen der Corona-Einschränkungen fand die Mitgliederversammlung, zu der sich rund 170 Teilnehmer angemeldet hatten, komplett online statt. In den weiteren Wahlgängen bestätigten die Teilnehmer Sven Kramer und Manuela Schwarz in ihren Ämtern als stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende. Als Beisitzer fungieren in der nächsten Periode Irene Schubert, Martin Liebert, Dr. Timm Eifler und Ulrike Schwarzer für die jeweiligen Ressorts. Zu Kassenprüfern wurden Dirk Wiesner und Jaroslaw Kral gewählt.
Die bislang bis Ende 2020 befristeten Regelungen zum vereinfachten und erhöhten Bezug von Kurzarbeitergeld sollen bis zum Ende 2021 verlängert werden. Ein entsprechendes Maßnahmenpaket hat das Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg gebracht. Es soll die Belastungen der Corona-Pandemie für Arbeitnehmer und Arbeitgeber abfedern. Zudem werden Anreize geschaffen, die Zeit der Kurzarbeit in Weiterbildung zu investieren.
In der Klage gegen den Autokonzern BMW hatte ein dort überlassener Zeitarbeitnehmer gegen seine Kündigung durch den Personaldienstleister geklagt. Er behauptete, die Kündigung sei nur aufgrund seiner Rassismus-Vorwürfe gegen ein angestellten Mitarbeiter von BMW ausgesprochen worde und damit unwirksam. Das Landesarbeitsgericht München kam nach der Beweisaufnahme aber zu dem Schluß, das keine rassistischen Äußerungen festgestellt werden konnten. Daher läge auch keine verbotene Maßregelung durch Kündigung vor.
Hofmann Personal hat die Zusammenarbeit mit Joey Kelly besiegelt. Er wird als Marken-Botschafter Initiativen der Hofmann Personal wie "Vielfalt gewinnt" oder auch "Kein Fan ohne Job" in der Öffentlichkeit unterstützen. „Ich finde, Joey Kelly und Hofmann Personal passen hervorragend zusammen. Denn was Joey Kelly macht, macht er mit Herzblut und Leidenschaft. Er kennt sich sehr gut mit Zeitarbeit aus und kann uns unterstützen“, sagt Ingrid Hofmann.
Nur ein Viertel der deutschen Führungskräfte sehen negative Auswirkungen durch die Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens. Für 32 % der befragten Führungskräfte in Deutschland hat die COVID-19-Pandemie positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung ihres Unternehmens bis Ende 2020. Zum Vergleich: In Brasilien bewerten 58 % die Auswirkungen als nachteilig, in Großbritannien sind es 50 % und in Kontinentaleuropa (Belgien, Frankreich, Deutschland) 34 %.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat sich bereit erklärt mit den Arbeitgebern in der Fleischindustrie über Tafrifverträge zu verhandeln. Es führe jedoch kein Weg daran vorbei, das per Gesetz geplante Verbot von Werkverträgen und Zeitarbeit in der Fleischproduktion durchzusetzen.
Mehr als ein Drittel (34,4 %) der erwerbstätigen Ausländerinnen und Ausländer aus einem Staat außerhalb der EU arbeitete 2019 in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis, das heißt entweder befristet, weniger als 20 Wochenstunden, geringfügig beschäftigt oder in Zeitarbeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren demgegenüber nur 17,9 % der Kernerwerbstätigen mit deutscher Staatsangehörigkeit atypisch beschäftigt. Das waren 1,1 Millionen weniger als noch 2011. Bei Personen ohne eine EU-Staatsangehörigkeit konnte hingegen kein Rückgang festgestellt werden: Unter ihnen stieg die Zahl atypisch Beschäftigter im selben Zeitraum sogar um 240 000.
Um dem Verbot von Werkverträgen und Zeitarbeit zuvorzukommen, plant die Fleischindustrie, flächendeckende Tarifverträge auszuhandeln, in denen dann auch Mindestlohn und die Wohnunterbringung verbindlich geregelt sein sollen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zeigte sich gesprächsbereit, sieht aber in einem Tarifvertrag keinen Ersatz für das geplante Gesetz.
Ein neuer Standort des Onlineversandhändlers Amazon startet im saarländischen Völklingen mit 80 Zeitarbeitnehmern und 30 festangestellten Mitarbeitern. Nach der Einarbeitung sei das Ziel, Zeitarbeitnehmer zu übernehmen und die Quote der Festanstellungen auf 70 Prozent zu erhöhen, so die Amazon-Sprecherin Nadiya Lubnina.
Die Hilfen während der Corona-Pandemie wurden durch die Große Koalition verlängert. Unternehmen, die vor dem 31. Dezember 2020 Kurzarbeit angemeldet haben, können die Dauer nun bis maximal 31. Dezember 2021 verlängern. Auch erhöht sich das Kurzarbeitergeld je nach Dauer. Zudem geht der Beitrag auf weitere Hilfen und Möglichkeiten ein.
In diesem Beitrag von der Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet der Autor Marcus Jung über den Einsatz von Fingerabdruckscannern anstelle von einer Stechuhr. Mitarbeiter können jedoch nicht zur Nutzung eines solchen Scanners gezwungen werden, außer bei Vorlage von konkreten Gründen oder Unterzeichnung einer Betriebsvereinbarung, da u. a. das Persönlichkeitsrecht des Mitarbeiters in Bezug auf den Datenschutz berührt wird. So sind auch Abmahnungen, die aufgrund von Verweigerung der Nutzung ausgestellt werden, unrechtmäßig.
Die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) hat zusammen mit elf Betrieben der Fleischwirtschaft aus dem Bundesland in einem gemeinsamen Papier Stellung zum Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bezogen. Sie wehren sich gegen eine Verallgemeinerung der Zustände in der Fleischwirtschaft: "Mit diesem Gesetz wird aufgrund der Verfehlungen einzelner massiv in die unternehmerischen Freiheiten der Betriebe eingegriffen." Neben weiteren Punkten wird in dem gemeinsamen Papier auch der Erhalt von Zeitarbeit als wichtiges Instrument in der Fleischwirtschaft gefordert, um Nachfragespitzen abzudecken und dadurch lieferfähig zu bleiben.
In seinem Artikel auf Spiegel Online analysiert der Autor die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auf die Zeitarbeitsbranche. Nach dem heftigen Absturz der Wirtschaft im Lockdown zeichnet sich nun ein Verbesserung ab. Was bedeutet das für die Branche, für die Zeitarbeitnehmer und den Arbeitsmarkt allgemein?
Als „Irrweg“ bezeichnete jetzt Prof. Peter Schüren das Vorhaben, die Missstände in der Fleischwirtschaft durch das gesetzliche Verbot von Werkverträgen und Zeitarbeit zu beheben. Das sei nur ein Versuch von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, um damit die Ausbeutung von Arbeitnehmern zu beenden, erläuterte der Münsteraner in einem Interview mit dem Radiosender SWR2. Dies sei jedoch der falsche Ansatz, denn nicht die Vertragsstruktur führe zur Ausbeutung der Mitarbeiter in der Fleischindustrie, sondern die schlechte Bezahlung, eine fehlende Arbeitszeiterfassung und Mietwucher. Die Lohnhöhe, so Prof. Schüren im SWR2-Interview, sei sehr niedrig und müsse eigentlich bei mindestens 12.50 Euro liegen – und das sei auch realisierbar.
Kleine und mittelständische Unternehmen leiden unter den finanziellen Folgen der Coronakrise. Im Herbst droht eine Insolvenzwelle. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts wird die Wirtschaft bis April 2021 eingeschränkt bleiben. Nun werden Forderungen laut, dass das Kurzarbeitergeld verlängert werden soll. Auch für die Zeitarbeit?
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die neue SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel zur Veröffentlichung freigegeben. Sie wurde gemeinsam von den Arbeitsschutzausschüssen beim Bundesarbeitsministerium unter Koordination der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erstellt. Die Regel stellt Maßnahmen für alle Bereiche des Wirtschaftslebens vor, mit denen das Infektionsrisiko für Beschäftigte gesenkt und auf niedrigem Niveau gehalten werden kann.
Am Donnerstag hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass der Umsatz im 2. Quartal bedingt durch die Corona-Krise um 29% eingebrochen sei. Trotzdem verzeichne man unter dem Strich einen kleinen Konzerngewinn von 21 Millionen Euro im Vergleich zu 159 Millionen im Vorjahr. Damit performt Adecco weit besser als Analysten zuletzt erwartet hatten. Sie waren von einem weit höheren Umsatzrückgang und roten Zahlen ausgegangen.
Vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Personaldienstleister die weltweite Initiative „Sicher arbeiten in der neuen Normalität“ (Safely back to work in the new normal) gestartet. Sie verfolgt sowohl das Ziel, Unternehmen und ihren Arbeitnehmern das Arbeiten in der neuen Normalität während und nach der Corona-Pandemie zu erleichtern als auch die Personaldienstleistungsbranche als Brückenbauer hierbei zu positionieren. Die Schirmherrschaft der Initiative hat der weltweite Dachverband der Personaldienstleistungsunternehmen World Employment Confederation (WEC), in dem der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP) Mitglied ist, übernommen.
In ihrem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung gehen die beiden Rechtsexperten Franz Josef Düwell und Gregor Thüsing auf das geplante Gesetz zum Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie ein. Die Ziele des Gesetzes die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie zu verbessern, halten sie für legitim. Dass sich das Verbot aber auch auf die Zeitarbeit erstreckt, sehen sie kritisch. Im Vergleich zu Werkverträgen sei die Zeitarbeit viel besser gesetzlich geregelt. Zudem seien die Fleischbetriebe zur Abfederung von saisonalen Schwankungen auf die Zeitarbeit angewiesen. Sonst würde die Fleischindustrie einen wichtigen Teil ihrer Flexibilität einbüßen.
VDA-Statement zum Kabinettsbeschluss Arbeitsschutzkontrollgesetz: Werkverträge und Zeitarbeit sind unverzichtbar für Automobilproduktion in Deutschland - VDA Zum heutigen Beschluss des Bundeskabinetts über ein Arbeitsschutz-kontrollgesetz betont der Verband der Automobilindustrie (VDA): Die Automobilindustrie verfolgt mit Sorge, dass im Zusammenhang mit dem heutigen Kabinettsbeschluss bereits über eine Ausweitung des direkten Verbotes von Werkverträgen und Zeitarbeit auf andere Branchen diskutiert wird.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen