

Auf den Arbeitsmarkt wirken derzeit viele wichtige Einflussfaktoren wie das Coronavirus, die Digitalisierung und der Fachkräftemangel ein. Doch welche Folgen haben diese Faktoren für die Personaldienstleistungsbranche? Welche Herausforderungen, aber auch Chancen bieten sich hierdurch Zeitarbeitsunternehmen? Und welche Auswirkungen hat der Eintritt von Beschäftigen aus der Generation Z auf den Arbeitsmarkt für die Arbeitgeber? In einem aktuellen Blogbeitrag des BAP-Mitgliedsunternehmens Aeneas bezieht Verbandspräsident Sebastian Lazay hierzu Stellung und ordnet im Interview zudem Fakten und Positionen ein.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro noch in diesem Jahr umsetzen und stößt dabei auf kräftigen Widerstand auf Seiten der Arbeitgeber. So sieht Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger in dem geplanten Gesetz "eine grobe Verletzung der Tarifautonomie" und kritisiert zudem die Umgehung der Mindestlohnkommission. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erwäge daher juristische Schritte gegen die Erhöhung. Das Handwerk wiederum warnt vor strukturgefährdenden Folgen und kritisiert die sehr kurzfristige Umsetzung der Mindestlohnerhöhung.
Ralph Niederdrenk, Partner PwC Deals Strategy Group, erklärt im Interview mit Personalwirtschaft, welche Aspekte der aktuellen Studie ihn für die Zukunft der Branche optismstisch stimmen und erläutert die wichtigsten Entwicklungen.
Aufgrund der aktuellen Corona-Einschränkungen durch die neue Omikron-Variante und die weiterhin bestehenden Lieferengpässe in der Industrie haben viele Forschungsinstitute Anfang 2022 ihre Wachstumsprognosen deutlich gesenkt. Sie rechnen auch für den Arbeitsmarkt mit einem Dämpfer sowie neuen Beschäftigungseinbußen. Dies beträfe vor allem kontaktintensive Wirtschaftszweige wie die Gastronomie.
Im vergangen Jahr wurden bei ungefähr 1000 Kontrollen durch die nordrhein-westfälische Behörde in der Fleischbranche knapp 2000 Verstöße gegen das Arbeitsschutz- sowie Arbeitszeitrecht festgestellt.
Zwei Tage nachdem die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP den Koalitionsvertrag unterzeichnet hatten veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen Lünendonk die Ergebnisse einer Blitzumfrage zur Stimmung im Markt der Personaldienstleistungsbranche in Deutschland. Die meisten Personaldienstleister bewerteten den Koalitionsvertrag positiv, war ein Teilergebnis. Dr. Thorsten Koletschka, Managing Director Commercial der ManpowerGroup Deutschland sowie Vorstandsmitglied des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e.V. (BAP) kommentiert die aktuelle Lage und Ergebnisse der Umfrage.
Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), übt Kritik an dem Vorhaben der Bundesregierung, den Mindestlohn auf zwölf Euro zu erhöhen. Durch die Vorgehensweise der Bundesregierung werde nämlich die Mindestlohnkommission umgangen und ausgehebelt.
Im Hinblick auf die von der Bundesregierung geplante Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro hat nun Jan Zilius, Chef der Mindestlohnkommission, die Koalitionsparteien davor gewarnt diese Anhebung übereilt umzusetzen. Er empfiehlt eine Übergangszeit für Unternehmen. Zudem kritisiert er den erneuten Eingriff der Bundesregierung in die Tarifautonomie.
Nachdem sich bereits Trägerverbände und Kostenträger in Bayern für die ambulante Pflege auf eine Regelung zur Begrenzung von Zeitarbeit geeinigt hatten, hat nun auch die bayerische Landespflegesatzkommission nachgezogen und eine entsprechende Regelung für den Bereich der stationären Langzeitpflege beschlossen. Ziel sei es die Verlässlichkeit in der Pflege und die Betreuung pflegebedürftiger Menschen zu sichern.
Der Qualifizierungsverbund, bestehend aus einem der größten E-Learning-Anbieter in Deutschland und vier namhaften Personaldienstleistern, hat nach einem intensiven Recruiting nun im November 24 Ungelernten den Einstieg in die Ausbildung Mechatroniker*in ermöglicht. Der Verbund aus Adecco Group, I. K. Hofmann, ManpowerGroup, Randstad Deutschland und WBS TRAINING AG mit Unterstüzung der Bundesagentur für Arbeit möchte ungelernten Arbeitssuchenden und Beschäftigten ohne Abschluss im Industriebereich neue Perspektiven eröffnen und perspektivisch dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Geplant ist zukünftig das Projekt mit Hilfe der bisher gewonnenen Erfahrungen weiterzuentwickeln, auf zusätzliche Standorte auszuweiten und weitere Verbundprojekte zu etablieren.
Der Autobauer will die zur VW-eigenen Zeitarbeitsfirma Autovision gehörenden Zeitarbeitnehmer noch weitere 3 Monate bis Ende Februar weiterbeschäftigen. Dies bestätigten der Betriebsratschef Carsten Bätzold und Werksprecher Heiko Hillwig. Normalerweise wären die Verträge Ende November 2021 ausgelaufen.
In Bremen und Niedersachsen kam es nach Untersuchungen durch die Bundespolizei und den Zoll zu drei Festnahmen. Bei den verhafteten Männer handelt es sich vermutlich um Mitglieder einer Schleuserbande, die auf illegalem Wege Leiharbeitnehmer vermittelt haben soll. Zu den weiteren Vorwürfen gehören u. a. Urkundenfälschung sowie organisierte Schwarzarbeit.
Sowohl das Europäische Parlament als auch der Ministerrat haben sich für Mindestlöhne ausgesprochen. Die Mitgliedstaaten der EU müssen daher nach einheitlichen Vorgaben einen Mindestlohn festigen. Bisher gibt es in 21 Mitgliedstaaten der EU einen Mindestlohn, eine Pflicht zur Einführung ist jedoch nicht vorgesehen.
Die vierte Ausgabe der digitalen Veranstaltungsreihe "ARBEIT & PERSONAL" kompakt des BAP stand unter dem Titel "Zeitarbeit im Fokus der Rechtsprechung".
Laut einem Urteil des BAG vom 30.11.2021, ist es rechtens, den Urlaubsanspruch bei Kurzarbeit null zu kürzen. Arbeitnehmer müssen in diesem Fall mit einer anteiligen Kürzung ihrer Urlaubstage rechnen.
2021 hätte das Jahr des Aufschwungs werden können. Doch globale Lieferengpässe stellen viele Unternehmen trotz gefüllter Auftragsbücher vor große Herausforderungen. Auch die Konsumlaune von Verbrauchern lässt nach, nicht zuletzt aufgrund der Inflation (aktuell 4,5%). Im Frühjahr prognostizierte die Bundesregierung noch ein Wirtschaftswachstum von 3,5%. Mittlerweile haben die Wirtschaftsweisen den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts auf 2,7% herunter korrigiert. Den Höhepunkt der bisherigen Erholung erreichte der Sommer. Dort stieg der Erwartungsindikator für die Zeitarbeit, den das ifo-Institut ermittelt, auf ein 10-Jahres-Hoch. Die aktuelle Randstad-ifo-Personalleiterbefragung (Q3 2021) untermauert diesen Trend: So steigt die Nutzung der Zeitarbeit von 38% (Q1 2021) auf 42%.
»Dubiose Anbieter, wie sie beim Maskenhersteller Hygiene Austria tätig waren, bringen zu Unrecht seriöse Branchenvertreter in Verruf« | Die Bedingungen, unter denen bei der Hygiene Austria MitarbeiterInnen arbeiten mussten, machen den Verband betroffen. „So etwas darf in Österreich nicht passieren und wir setzen ein ganz klares Statement mit Null Toleranz gegen solche menschenunwürdigen Praktiken. Wenn die Medienberichte zu den Zuständen bei den von der Hygiene Austria beauftragten Unternehmen zutreffen, dann lässt dies kriminelle Strukturen erkennen, die mit seriöser Zeitarbeit nichts zu tun haben. Es darf nicht sein, dass Österreichs Zeitarbeit durch wenige schwarze Schafe, die es leider in jeder Branche gibt, in Verruf gerät.“, zeigt sich der Präsident der Interessenvertretung Österreichs Personaldienstleister Dr. Martin Zieger konsterniert.
Laut eines Urteils des BAG vom 10.11.2021 müssen Arbeitgeber ihren Fahrradkurieren ein verkehrstauglich Fahrrad und ein Smartphone zur Verfügung stellen oder entsprechend einen angemessenen Ausgleich zahlen. Der Weg diese erforderlichen Arbeitsmittel über die AGB auszuschließen ist somit nicht mehr gangbar.
Am 9. November 2021 überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls in einer bundesweiten Schwerpunktprüfung die Beschäftigungsverhältnisse in der Fleischwirtschaft. Beim Hauptzollamt Köln führten mehr als 70 Beschäftigte eine Großkontrolle bei einem Fleischverarbeitungsbetrieb im Rhein-Erft-Kreis durch und befragten vor Ort 114 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen. Zudem wurden alle vorgelegten Ausweise mit einem Dokumentenprüfgerät auf Echtheit überprüft.
Laut einer in der ökonomischen Fachzeitschrift „Quarterly Journal of Economics“ veröffentlichen aktuellen Studie zu den Effekten der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015, hat sich die Sorge um starke negative Auswirkungen auf die Beschäftung nicht bewahrheitet. Der Mindestlohn habe die Löhne erhöht, aber keine nennenswerte Effekte auf die Beschäftigungszahl gehabt. Zu denselben Erkenntnissen kam auch der diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger David Card mit seinen Studien bereits in den frühen 1990er Jahren.
Das Marktvolumen für Personalvermittlung in Deutschland liegt für das Jahr 2020 bei 15,1 Milliarden Euro. Coronabedingt ist der Markt im Vergleich zu 2019 um knapp 35 Prozent geschrumpft. 13,6 Prozent aller 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben 2020 eine Stelle in einem neuen Unternehmen angetreten. Das besagt eine Studie, die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder erstmals auf Basis einer repräsentativen Befragung von Berufstätigen in Deutschland erstellt hat und die eine Fluktuationsquote und den Anteil der Personalvermittlungen an allen Stellenwechseln berechnet. Laut Studienautor Thomas Ball agiere Personalvermittlung nicht nur in einer Nische: Mit mehr als 15 Milliarden Euro sei das Marktvolumen deutlich größer als bisher angenommen.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen