Das Marktvolumen für Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland sinkt 2023 um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 32,9 Milliarden Euro. 2022 erwirtschaftete die Branche ein externes Volumen von 33,9 Milliarden Euro. Die Umsätze der 25 führenden Zeitarbeitsunternehmen steigen hingegen um durchschnittlich 2,2 Prozent. Die Anzahl der Zeitarbeitskräfte nimmt um 4,9 Prozent ab. Insbesondere das schwache dritte und vierte Quartal 2023 sowie ein Preiseffekt beeinflussen die Marktentwicklung. Wachstumstreiber sind Personaldienstleister mit qualifiziertem Fachpersonal und insbesondere Gesundheitsspezialisten.
Durch das Verbot der Zeitarbeit in der Branche können Unternehmen keine zusätzlichen Arbeitskräfte mehr kurzfristig einstellen, um die erhöhte Nachfrage in der Grillsaison besonders zu Fußball-Europameisterschaft zu decken. Viele Betriebe sehen sich daher gezwungen, die Produktion einzuschränken.
Die Umsätze deutscher Zeitarbeitsunternehmen sind im ersten Quartal 2024 weiterhin rückläufig und liegen durchschnittlich 2,2 Prozent unter den Vorjahreswerten. Die Anzahl der Zeitarbeitskräfte sinkt um 5,9 Prozent. Das weiterhin schwierige wirtschaftliche Umfeld und die damit einhergehend schwache Auftragslage stellen die Personaldienstleister vor große Herausforderungen. Erstmals wird das wirtschaftliche Umfeld als schwerwiegenderes Hindernis als der Fachkräftemangel wahrgenommen. Das sind Ergebnisse des aktuellen Konjunkturindex Zeitarbeit, das vom Research- und Consulting-Unternehmen Lünendonk & Hossenfelder veröffentlicht wird.
Laut aktuellen Arbeitsmarktzahlen der Budesagentur für Arbeit ist Zeitarbeit rückläufig. Aufgrund der schwachen Konjunktur werden seltener Zeitarbeitskräfte benötigt, um Auftragsspitzen abzutragen. Zudem wollen sich Unternehmen aufgrund des Fachkräftemangel Arbeitskräfte lieber langfristig sichern und bevorzugen daher die Festanstellung.
Im Werk sind ca. 12.500 Menschen beschäftigt, darunter ca. 2000 Leiharbeitnehmer. Elon Musk hatte angekündigt 10% Personal weltweit abbauen zu wollen. Darunter fallen auch die 300 Leiharbeitnehmer.
In diesem Radiobeitrag des rbb geht es um Zeitarbeit in Kitas und die Vor- und Nachteile, die diese mit sich bringt. Hohe Flexibilität für Zeitarbeitnehmer und Kita auf der einen Seite bedeutet auf der anderen Seite das Fehlen fester Ansprechpartner für Kinder und Eltern. Zudem kosten Zeitarbeitnehmer rund doppelt so viel wie das Stammpersonal.
Der Luftfahrtkonzern Airbus und die Gewerkschaft IG Metall haben sich auf neue Regeln zu Befristungen, Leiharbeit und Werkverträgen verständigt. Laut der Neuregelung dürfen Zeitarbeitskräfte konzernweit zwar weiter bis zu 36 Monate eingesetzt werden, danach muss ihr Einsatz jedoch entweder beendet werden oder eine Übernahme in einen unbefristeten Arbeitsvertrag erfolgen. Zudem soll die Zeitarbeitshöchstquote bis 2028 schrittweise von derzeit 13 Prozent auf 10 Prozent reduziert werden.
Ein Report der Unfallversicherng zeigt, dass das Arbeitsunfallrisiko bei Zeitarbeitnehmern sehr stark zurückgegangen ist.
Während Ärztinnen und Ärzte des Krankenhauses Tabea in Hamburg-Blankenese für einen arztspezifischen Tarifvertrag streikten, hatte das Krankenhaus versucht, die Ausfälle am Streiktag durch den Einsatz von Zeitarbeitskräften zu kompensieren. Hiergegen ist der Marburger Bund mit einem gerichtlichen Eilverfahren vorgegangen. Das Arbeitsgericht Hamburg entschied, dass der Einsatz von Zeitarbeitnehmern in einem bestreikten Betrieb für Tätigkeiten, die sonst von Streikenden erledigt würden, gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verstößt. Danach besteht zum Schutz vor einer missbräuchlichen Einwirkung auf Arbeitskämpfe in einem solchen Fall ein Einsatzverbot.
In einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag von 6. bis 8. Mai mit dem Titel „Fachkräfteeinwanderung durch Zeitarbeit aus Drittstaaten ermöglichen“ fordert die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) angesichts des Fachkräftemangels, das Beschäftigungsverbot in der Zeitarbeit abzuschaffen und die Anstellung von Drittstaatenangehörigen zu ermöglichen.
Der Gleichstellungsgrundsatz (Equal Pay) besagt, dass Zeitarbeitnehmer nicht weniger verdienen dürfen als vergleichbare Stammbeschäftigte. Andersrum ist dies allerdings nicht so. Demzufolge können sich Stammbeschäftigte nicht auf auf das Recht von Equal Pay berufen, wenn ein Zeitarbeitnehmer mehr verdient als sie.
Zu der am 1. April 2024 auslaufenden Ausnahmeregelung, wonach unter Einhaltung strenger Auflagen ausschließlich in der Fleischverarbeitung Zeitarbeit zum Abfangen saisonaler Produktionsspitzen genutzt werden konnte, erklärt der Gesamtverband der Personaldienstleister: Dass die Ausnahmeregelung für die Zeitarbeit nicht verlängert und entfristet wird, ist inakzeptabel. Immerhin empfiehlt der Abschlussbericht der Evaluation nach § 8 des Gesetzes zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft (GSA Fleisch), den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorgelegt hat, genau diese Maßnahme. Trotzdem hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil diese Ausnahmeregelung nicht verlängert, geschweige denn entfristet, obwohl der Evaluationsbericht gute Argumente dafür aufführt.
Ab dem 1. April 2024 gibt es nach dem Verbot von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil keine Zeitarbeit mehr in der Fleischindustrie. Neben Schlachtbetrieben sind nunmehr auch Betriebe von dem Verbot betroffen, die Fleisch verarbeiten – und gar nicht selber schlachten. Wursthersteller stoßen spätestens zur Grillsaison auf große Probleme: Ohne Zeitarbeit wird es schwierig, die Arbeitsspitzen zu bewältigen.
Mit Unterzeichnung der Job-Turbo-Erklärung im November 2023, gemeinsam mit Spitzenverbänden der Wirtschaft und Gewerkschaften, hat der Gesamtverband der Personaldienstleister (GVP) das Engagement seiner Mitgliedsunternehmen und der gesamten Personaldienstleistungsbranche bei der nachhaltigen Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten unterstrichen. Der GVP teilt explizit die Zielsetzung des Job-Turbos, Menschen zuerst den Einstieg in das Arbeitsleben in Deutschland zu ermöglichen und in einem nächsten Schritt Qualifizierungen im Unternehmen und berufsbegleitende Deutschkurse durchzuführen. Damit wird dem Verweilen in Arbeitslosigkeit aktiv entgegengewirkt.
In einem Brief an die in Deutschland lebenden ukrainischen Flüchtlinge, die aktuell vom Jobcenter betreut werden, fordert Arbeitsminister Heil diese auf, eine Arbeit aufzunehmen, um so ihre Hilfsbedürftigkeit zu beenden bzw. zu verringern. Er weist dabei auf die vielfältige Unterstützung zur Arbeitsmarktintegration hin.
Der Beitrag der Mitelbayerischen Zeitung beleuchtet anlässlich ihres 70. Geburtstages die Erfolgsgeschichte der Zeitarbeits-Ikone Ingrid Hofmann vom Beginn ihrer Selbstständigkeit im Jahre 1985 bis heute sowie die Erfolge und Innovationen, die die Personaldienstleistungsbranche ihr zu verdanken hat.
Die Zeitarbeitnehmer in der Pflege profitieren aktuell am meisten von dem Fachkräftemangel. Beispielsweise können Sie sich ihre Schichten selbst einteilen und verdienen wesentlich mehr als Festangestellte in Pflegeeinrichtungen. Doch auf wessen Kosten?
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zeigt sich nach dem Verbot der Zeitarbeit in der Fleischindustrie zufrieden. Für die Bundestagsabgeordnete der Linken Susanne Ferschl ist hingegen noch kein Ende von Arbeitsausbeutung in der Fleischindustrie in Sicht. Auch Thomas Bernhard von der Gewerkschaft NGG sieht noch Manipulationsversuche bei der Arbeitszeiterfassung.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat den „Job-Turbo“ gestartet: Im Oktober letzten Jahres hat der Arbeitsminister große Konzerne, Zeitarbeitsfirmen und Branchenverbände von einer Selbstverpflichtung überzeugt, künftig verstärkt Geflüchtete aus der Ukraine einzustellen. Jeder Geflüchtete, der einen Integrationskurs abgeschlossen hat, soll konkrete und verbindliche Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Um die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zu beschleunigen, plant die Bundesregierung eine intensivere Betreuung durch die Bundesagentur für Arbeit. Dabei ist die enge Vernetzung von Wirtschaft, Kommunen, Geflüchtetenorganisationen und Weiterbildungsträgern vorgesehen, um die Menschen schnell in Arbeit zu bringen.
In dieser Woche soll im Bundestag über den Gesetzentwurf von Wirtschaftsminister Robert Habeck zum Fremdpersonalverbot für das Sortieren und Zustellen von Paketen beraten werden. In der Branche regt sich mittlerweile Protest in Form der "Allianz für arbeitsteilige Wirtschaft" der mehrere betroffene Brachenverbände angehören, wie die Verbände für Paket- und Expresslogistik, für den Pharmagroßhandel, der Groß- und Außenhandelsverband BGA und der Handelsverband Deutschland. Aus Sicht der Verbände sei "ein ordnungspolitisch angeordnetes In-Sourcing für unzählige Unternehmen organisatorisch, technisch, finanziell und unternehmensrechtlich nicht leistbar“.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen