Die Verhandlungskommissionen der Volkswagen AG sowie der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben heute in Hannover die Gespräche zur Tarifrunde 2024 aufgenommen. Die Tarifvertragsparteien hatten sich im Vorfeld darauf verständigt, den ursprünglich für Ende Oktober geplanten Beginn der Verhandlungen, um einen Monat vorzuziehen. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sah sich die Volkswagen AG gezwungen, Tarifverträge zum 31. Dezember 2024 zu kündigen, um in dieser Tarifrunde erstmals eigene Verhandlungsgegenstände mit einzubringen. Darunter fallen die Standort- und Beschäftigungssicherung, die Übernahme von Auszubildenden und Dual Studierenden, Beschäftigung in Tarif Plus sowie alle Tarifverträge zum Einsatz von Zeitarbeit. Diese werden zusätzlich zur Entgeltforderung der IG Metall verhandelt.
Die Lage ist schwierig, der Druck kommt von allen Seiten. Die volatile Lage und das geringe Wachstum waren einige der prägende Themen beim Round Table Zeitarbeit der Personalwirtschaft. „Das erste Halbjahr 2024 war nicht ganz einfach, die hohe Volatilität in der Wirtschaft führt dazu, dass viele Unternehmen vorsichtig in der Personalplanung sind“, sagt Kathrin Hess, Managing Director des Personaldienstleisters ManpowerGroup Deutschland. Zu schaffen macht den Zeitarbeitsexperten die große Unsicherheit und das unklare Bild. Die Zeitarbeitsbranche bleibt aber trotzdem optimistisch – auch das zeigte sich beim Round Table.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat die Klage eines Wirtschaftsjuristen abgewiesen, der sich wiederholt auf nicht geschlechtsneutrale Stellen wie "Sekretärin" beworben und wegen Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Entschädigung gefordert hatte. Das Gericht sah in diesen wiederholten Klagen einen Rechtsmissbrauch, da der Kläger die Stellen offenbar nicht ernsthaft anstrebte, sondern gezielt auf Entschädigungen abzielte. Damit bestätigte das BAG das Urteil der Vorinstanz.
Angesichts des zunehmenden Personalmangels in Deutschland gewinnt die Zeitarbeit durch die Arbeitsmarktintegration internationaler Fachkräfte an Bedeutung. Dank ihrer langjährigen Erfahrung in der Rekrutierung und Integration ausländischer Arbeitskräfte spielen die Zeitarbeitsunternehmen eine zentrale Rolle bei der Entlastung des deutschen Arbeitsmarktes. Allein im Jahr 2023 wurden mehr als 24.000 Geflüchtete erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert und rund 18.000 Arbeitskräfte im Ausland rekrutiert – trotz bestehender gesetzlicher Hürden. Die vorliegende Studie, die in Kooperation mit der Gi Group entstanden ist, analysiert aktuelle Trends und Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche im Kontext der Rekrutierung internationaler Arbeitskräfte sowie der Integration von Geflüchteten.
Volkswagen streicht sechs Tarifverträge, darunter den Zukunftstarifvertrag zur Beschäftigungssicherung, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2029 verhindern sollte, oder auch den Tarifvertrag zur Zeitarbeit. Angesichts der wirtschaftlichen Lage plant der Konzern drastische Sparmaßnahmen, die auch mögliche Entlassungen und Werksschließungen betreffen. Arbeitnehmervertreter kritisieren die Entscheidung scharf und kündigen Widerstand an.
Die niederländische Regierung plant eine Regulierung von Zeitarbeit in der Fleischindustrie. In einem Statement hat der Fleischverarbeiter Vion nun auf die jüngsten Vorschläge reagiert. Das Unternehmen stellt klar, dass es Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstütze, ein vollständiges Verbot von Zeitarbeit jedoch ablehne.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Volkswagen-Konzerns wirken sich zunehmend auf den Personaldienstleister AutoVision aus. Intern wird berichtet, dass der Bedarf an Zeitarbeitnehmern drastisch sinkt, was zu Stellenabbau und Standortschließungen führen könnte.
Die Pflegebranche sieht sich aufgrund des Fachkräftemangels einem akuten Versorgungsnotstand gegenüber, der durch die zunehmende Belastung der Mitarbeiter und die Abhängigkeit von Zeitarbeitskräften verstärkt wird. Experten kritisieren die unzureichenden Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und fordern dringend umfassende Reformen, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu steigern. Zudem wird in diesem Zusammenhang die Frage disktutiert, ob Zeitarbeit ein Teil der Lösung sein kann oder eher Teil des Problems ist.
Aufgrund der aktuellen Entwicklung in der Wirtschaft und dem Fachkräftemangel ist die Zahl an Zeitarbeitsfirmen und Zeitarbeitnehmern in Sachsen aktuell auf einem Niedrigstand.Viele Personaldienstleister melden Insolvenz an. Die Zahl der Insolvenzen wird wahrscheinlich einen Rekordwert in diesem Jahr ausweisen.
Die belgische Wirtschaft kämpft mit einer Abschwächung, die sich besonders deutlich im Zeitarbeitssektor bemerkbar macht. Aktuelle Zahlen zeigen einen signifikanten Rückgang der Zeitarbeitskräfte, was Experten als Frühindikator für eine breitere wirtschaftliche Abkühlung sehen. Trotz dieser Entwicklung bleibt der Arbeitsmarkt insgesamt relativ stabil, was auf strukturelle Veränderungen in der Beschäftigungslandschaft hindeutet
Unter anderem aufgrund besser planbarer Arbeitszeiten, besserer Arbeitsbedingungen und höherer Gehälter lagen Zeitarbeitsfirmen bei Pflegekräften lange Zeit hoch im Kurs. Doch mittlerweise scheint der Trend gebrochen. Laut einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit waren Ende vergangenen Jahres rund vier Prozent weniger Zeitarbeitskräfte in der Pflege beschäftigt als ein Jahr zuvor. Viele Einrichtungen im Gesundheitsbereich haben offenbar Wege gefunden der Personalknappheit auf der einen und den hohen Kosten durch den Einsatz von Zeitarbeitskräften auf der anderen Seite zu entgehen.
Frits Goldschmeding, Gründer von Randstad, ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Goldschmeding gründetet Randstad 1960. Die erste Zeitarbeiterin radelte er höchstpersönlich mit dem Fahrrad zum Kundenunternehmen, so berichtet es Randstad.
Das Hauptzollamt Itzehoe hat im Rahmen von Ermittlungen durch Zollbedienstete der Finanzkontrolle Schwarzarbeit bei einem Fahrzeughändler Mindestlohnunterschreitungen in Höhe von fast 110.000,- Euro und Beitragsvorenthaltungen von über 25.000,- Euro aufgedeckt. Es hat daraufhin Bußgeldbescheide von insgesamt 265.000 Euro erlassen. Das Itzehoher Amtsericht hat zudem eine Geldstrafe von 45.000 Euro gegen den Geschäftsführer des Fahrzeughandels verhängt.
IG Metall und der Elektro-Zentralverband ZVEH haben sich darauf geeinigt, den Mindeststundenlohn um 3,3 Prozent auf 14,41 Euro anzuheben. Der neue Mindestlohn liegt damit 12,4 Prozent über dem gesetzlichen Mindestlohn. Die Untergrenze im Elektrohandwerk soll bis 2028 auf 16,10 Euro ansteigen. Beide Tarifparteien streben an, den aktuellen Tarifabschluss als allgemeinverbindlich erklären zu lassen.
Im Rahmen der aktuellen wirtschaftlichen Lage hat sich Lidl dazu entschlossen, seinen Mindestlohn anzuheben. Ab dem ersten September 2024 erhöht der Lebensmitteleinzelhändler seinen internen Mindesteinstiegslohn auf mindestens 15 Euro brutto pro Stunde und liegt damit mehr als 20 Prozent über dem gesetzlichen Mindestlohn von aktuell 12,41 Euro pro Stunde.
Am 1. Juli 2024 wurde der Randstad Financial Services GmbH, einer Tochtergesellschaft der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, eine Erlaubnis als Zahlungsinstitut durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilt. Mit der Erlaubnis darf die Randstad Financial Services GmbH Zahlungen für ihre Kunden abwickeln. Dadurch erweitert Randstad sein Portfolio an Dienstleistungen – ein Vorteil insbesondere bei Großprojekten, bei denen Randstad mit mehreren Dienstleistern zusammenarbeitet
In einem Exklusivinterview äußerte sich Bundesfinanzminister Christian Lindner am Rande des Tages der Personaldienstleister über die Rolle der Personaldienstleistungsbranche in Politik und Wirtschaft. → Link zum Interview
Im seinem Gastbeitrag auf Business Punk will Philipp Riedel, CEO Avantgarde Experts gängige negative Vorurteile zur Zeitarbiet aus dem Weg räumen, wie z.B. eine schlechte Bezahlung oder der Glaube, dass Zeitarbeitnehmer Mitarbeiter zweiter Klasse wären. Man dürfe nicht den Fehler machen und Arbeitsbedingugen externer Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor mit denen von hochqualifizierten Fachkräften gleichzusetzen. Denn spezialisierte Akademikerinnen und Akademiker würden oftmals ganz bewusst dieses Arbeitsmodell wählen. Dank umfangreicher Regelungen würden hier am Ende beide Seiten profitieren – sowohl die Unternehmen als auch die Arbeitnehmer.
Die Bundesregierung hat eine Formulierungshilfe für eine Ergänzung des Vierten Bürokratieentlastungsgesetzes beschlossen. Diese soll dafür sorgen, dass im Nachweisgesetz die Schriftform durch die Textform ersetzt wird, so dass künftig Arbeitsverträge komplett digital abgeschlossen werden können.
Laut eine pwc-Studie haben Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen das vorgegebene Ziel des Gesetzgebers erreicht, Investitionen in die Beschäftigung von Pflegefachkräften zu verstärken. In den vergangenen drei Jahren sei es gelungen, mehr Vollzeitkräfte einzustellen sowie flächendeckende Tarife und Tariflohnerhöhungen einzuführen.
Am 28. Mai 2024 fand das 17. ES-Unternehmerforum in Fulda statt. Neben dem Gastgeber Edgar Schröder waren wieder viele Expert*innen anwesend. Ganz unter dem Motto „Mit Know-how auf die Welle des Erfolgs!“ gaben die Referent*innen spannende Einblicke in die Branche und hatten vielfältige Impulse für die Anwesenden dabei. Mit 23 Ausstellern war auch die integrierte Fachausstellung ein voller Erfolg. Besucher*innen konnten sich über mehr Produkte, Dienstleistungen und Neuerungen als zuvor informieren. Wir waren vor Ort und haben zahlreiche Eindrücke gesammelt.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen