

Die Ampelkoalition strebt eine Modernisierung des Ausländerbeschäftigungsrechts an. Doch die im Gesetzentwurf präsentierten Vorschläge erweisen sich nicht als zeitgemäß; vielmehr wird die Bürokratie durch neue bürokratische Hürden verstärkt.
Inmitten intensiver Tarifverhandlungen hat die IG Metall zu Warnstreiks aufgerufen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Die Gewerkschaft fordert angemessene Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, während die Arbeitgeber unter dem Dach von Gesamtmetall vor den möglichen Folgen warnen. Die Konflikte könnten weitreichende Auswirkungen auf die Industrie haben.
Bundeskanzler Olaf Scholz sorgte auf dem Deutschen Arbeitgebertag der BDA für Aufregung, als er betonte: „Es hat immer Widerstand gegen Zeitarbeit als Handlungsoption für Zuwanderung gegeben. Der wichtigste Grund dafür ist die Vermeidung von Lohndumping.“ Damit begründete er scheinbar die Regelung im Regierungsentwurf zur „Wachstumsinitiative“, dass Fachkräfte aus Drittstaaten ab dem ersten Arbeitstag in der Zeitarbeit den gleichen Lohn wie vergleichbare inländische Zeitarbeitskräfte im jeweiligen Betrieb erhalten sollen (Equal Pay).
Randstad, einer der führenden Zeitarbeitsanbieter in den Niederlanden, hat den Pflegekraftspezialisten Zorgwerk übernommen. Dieser Schritt zielt darauf ab, den wachsenden Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal zu decken und die Position von Randstad im Gesundheitssektor zu stärken
Ein neues Warnsignal für die angespannte Wirtschaftslage in Deutschland: Zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren sinkt die Beschäftigung in kleinen und mittleren Unternehmen. Dies zeigt der Datev-Mittelstandsindex.
Eine neue Studie schlägt Alarm: Ein signifikanter Anstieg des Mindestlohns könnte in den kommenden Jahren zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen. Experten warnen vor den Folgen für die Beschäftigungssituation, insbesondere in Branchen, die auf geringfügig Beschäftigte angewiesen sind. Die wirtschaftlichen Implikationen könnten weitreichend sein, nicht nur für die Arbeitnehmer, sondern auch für die Unternehmen und die gesamte Wirtschaft.
Kritiker verurteilen befristete Arbeitsverhältnisse als erhebliches Problem, da Unternehmen damit die Risiken auf die Arbeitnehmer abwälzen. Inzwischen sind die befristeten Verträge stark zurückgegangen, was jedoch möglicherweise eher auf eine Krisensituation hindeutet.
Die neue NIS-2-Richtlinie der EU stellt Unternehmen vor enorme Herausforderungen: Mit verschärften IT-Sicherheitsanforderungen müssen Zehntausende Betriebe, die unter die Regelungen fallen, jetzt dringend handeln. Während einige Unternehmen sich bereits auf die neuen Vorgaben vorbereiten, sieht sich die Bundesregierung mit erheblichen Verzögerungen konfrontiert. Vor allem kleinere Mittelständler und Einrichtungen wie das Rheumazentrum Mittelhessen kämpfen, nicht zuletzt angesichts der drängenden Fristen und hohen Investitionen, um die Sicherheit ihrer digitalen Infrastrukturen zu gewährleisten. Wie sich die Branche auf die bevorstehenden Veränderungen einstellt und welche Folgen die Nichteinhaltung haben kann, beleuchtet dieser Artikel.
Philipp Riedel, CEO von AVANTGARDE Experts, wurde mit dem APSCo Award for Excellence in der Kategorie „The Staffing Leader Award 2024“ ausgezeichnet. Seit 2011 prägt er das Unternehmen und treibt durch innovative Ansätze und den jüngsten Zusammenschluss mit der YER Group das Wachstum in der Tech- und Mobilitätsbranche voran. Riedel setzt auf Veränderungen und möchte die Personalbranche aktiv weiterentwickeln.
Tesla gibt bekannt, dass 500 Zeitarbeitnehmer in eine Festanstellung überführt werden. Diese Entscheidung unterstreicht das wachsende Produktionsvolumen des Unternehmens und die Notwendigkeit, qualifizierte Arbeitskräfte langfristig zu sichern.
Viele Unternehmen sprechen sich gegen die geplante Erhöhung des Mindestlohns aus. Sie warnen vor finanziellen Belastungen und möglichen Arbeitsplatzverlusten, während Arbeitnehmerverbände die Maßnahme als notwendigen Schritt für eine bessere Lebensqualität der Beschäftigten sehen.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen für einen Gesetzentwurf zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung vorgelegt und die betroffenen Verbände zur Stellungnahme aufgefordert. Darunter war auch der GVP. Für die Personaldienstleister ist ein darin enthaltener Punkt von besonderem Interesse: „die Erlaubnis der Einwanderung von ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmern in die Zeitarbeit.“
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) könnte bald entscheidende Vorgaben zur Zeitarbeit erlassen, die insbesondere bei Firmenverkäufen an Bedeutung gewinnen. Im Zentrum steht die Frage, wie die Rechte von Zeitarbeitnehmern in solchen Situationen geschützt werden können. Diese mögliche Neuregelung könnte weitreichende Folgen für die Arbeitswelt und die rechtlichen Rahmenbedingungen in der EU haben.
Laut einer ZEW-Studie zur digitalen Transformation half die Covid-19-Pandemie entgegen der öffentlichen Wahrnehmung nicht, die Digitalisierung in Deutschland voranzubringen. Zwar gaben Unternehmen mehr Geld für Technik aus, die Homeoffice und virtuelle Zusammenarbeit ermöglicht. Gleichzeitig gingen jedoch Investitionen in modernste Produktionsmittel ebenso zurück wie solche in modernste Analyse- und Planungstechnologien sowie digital gestütztes Kundenmanagement. Vor allem größere Vorhaben wurden verschoben oder ganz aufgegeben. Das zeigt eine gemeinsam von ZEW Mannheim, dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER) und weiteren Forschungseinrichtungen verfasste Studie auf Basis einer repräsentativen Betriebsbefragung.
Die Diskussion um die Erhöhung des Mindestlohns nimmt Fahrt auf. Während Gewerkschaften für eine Anpassung plädieren, formiert sich in der Wirtschaft Widerstand. Unternehmen warnen vor möglichen negativen Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit. Dieser Artikel beleuchtet die Argumente beider Seiten und die potenziellen Folgen für die Arbeitswelt in Deutschland.
Um Einstiege in die Arbeitswelt zu vermitteln, hat sich die Zeitarbeit als hilfreich erwiesen. Demzufolge sollen auch Zeitarbeitsunternehmen bald mithelfen dürfen, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Leider haben Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sowie teilweise die Regierung ein weiterhin zerrüttetes Verhältnis zu der Branche.
Voraussichtlich am kommenden Mittwoch wird das Bundeskabinett einen bisher noch nicht veröffentlichten Gesetzentwurf zum im Juli 2024 vorgestellten Papier der Bundesregierung „Wachstumsinitiative – neue wirtschaftliche Dynamik für Deutschland“ behandeln. Dieses umfasst insgesamt 49 Maßnahmenbündel zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland und seiner Wettbewerbsfähigkeit. Die Maßnahme „Fachkräfteeinwanderung vereinfachen, stärken und beschleunigen“ sieht dabei die Erlaubnis vor, dass auch ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Drittstaaten künftig direkt als Zeitarbeitskräfte eingestellt werden können. Dies jedoch nur unter der Bedingung, dass ab dem ersten Tag der Beschäftigung der Grundsatz des „equal pay“ befolgt und eine Mindestbeschäftigungsdauer von 12 Monaten vereinbart wird. Dabei solle auf eine bürokratiearme Umsetzung geachtet werden. GVP-Hauptgeschäftsführer Florian Swyter bezieht hierzu eindeutig Stellung und betont: „Eine Equal-Pay-Vorschrift ab dem ersten Beschäftigungstag und eine Beschäftigungsgarantie von zwölf Monaten sind zur Gewinnung ausländischer Fachkräfte weder hilfreich noch akzeptabel."
Die Verhandlungskommissionen der Volkswagen AG sowie der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben heute in Hannover die Gespräche zur Tarifrunde 2024 aufgenommen. Die Tarifvertragsparteien hatten sich im Vorfeld darauf verständigt, den ursprünglich für Ende Oktober geplanten Beginn der Verhandlungen, um einen Monat vorzuziehen. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sah sich die Volkswagen AG gezwungen, Tarifverträge zum 31. Dezember 2024 zu kündigen, um in dieser Tarifrunde erstmals eigene Verhandlungsgegenstände mit einzubringen. Darunter fallen die Standort- und Beschäftigungssicherung, die Übernahme von Auszubildenden und Dual Studierenden, Beschäftigung in Tarif Plus sowie alle Tarifverträge zum Einsatz von Zeitarbeit. Diese werden zusätzlich zur Entgeltforderung der IG Metall verhandelt.
Die Lage ist schwierig, der Druck kommt von allen Seiten. Die volatile Lage und das geringe Wachstum waren einige der prägende Themen beim Round Table Zeitarbeit der Personalwirtschaft. „Das erste Halbjahr 2024 war nicht ganz einfach, die hohe Volatilität in der Wirtschaft führt dazu, dass viele Unternehmen vorsichtig in der Personalplanung sind“, sagt Kathrin Hess, Managing Director des Personaldienstleisters ManpowerGroup Deutschland. Zu schaffen macht den Zeitarbeitsexperten die große Unsicherheit und das unklare Bild. Die Zeitarbeitsbranche bleibt aber trotzdem optimistisch – auch das zeigte sich beim Round Table.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat die Klage eines Wirtschaftsjuristen abgewiesen, der sich wiederholt auf nicht geschlechtsneutrale Stellen wie "Sekretärin" beworben und wegen Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Entschädigung gefordert hatte. Das Gericht sah in diesen wiederholten Klagen einen Rechtsmissbrauch, da der Kläger die Stellen offenbar nicht ernsthaft anstrebte, sondern gezielt auf Entschädigungen abzielte. Damit bestätigte das BAG das Urteil der Vorinstanz.
Angesichts des zunehmenden Personalmangels in Deutschland gewinnt die Zeitarbeit durch die Arbeitsmarktintegration internationaler Fachkräfte an Bedeutung. Dank ihrer langjährigen Erfahrung in der Rekrutierung und Integration ausländischer Arbeitskräfte spielen die Zeitarbeitsunternehmen eine zentrale Rolle bei der Entlastung des deutschen Arbeitsmarktes. Allein im Jahr 2023 wurden mehr als 24.000 Geflüchtete erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert und rund 18.000 Arbeitskräfte im Ausland rekrutiert – trotz bestehender gesetzlicher Hürden. Die vorliegende Studie, die in Kooperation mit der Gi Group entstanden ist, analysiert aktuelle Trends und Entwicklungen in der Zeitarbeitsbranche im Kontext der Rekrutierung internationaler Arbeitskräfte sowie der Integration von Geflüchteten.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen