

Die SPD kündigt einen Mindestlohn von 15 Euro ab 2026 an, doch CDU-Chef Friedrich Merz stellt klar: Einen Automatismus gibt es nicht. Was bedeutet das für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Ein Überblick über die Debatte und den Koalitionsvertrag.
Unionsfraktionsvize Jens Spahn äußert Zweifel daran, dass der Mindestlohn bereits im kommenden Jahr auf 15 Euro steigen wird. Obwohl dies ein zentraler Punkt im Koalitionsvertrag mit der SPD ist, hält Spahn eine so schnelle Erhöhung für unwahrscheinlich.
Der Koalitionsvertrag zwischen SPD und Union bringt bedeutende Neuerungen für das Personalwesen mit sich. Von der Fachkräftesicherung über Arbeitszeitregelungen bis hin zur Digitalisierung – die geplanten Maßnahmen haben weitreichende Auswirkungen auf HR-Abteilungen.
Michael Huwald, Geschäftsführer der Elektro Rieger GmbH in Langenhagen, setzte lange ausschließlich auf sein eigenes Team. Doch der zunehmende Fachkräftemangel zwang ihn zum Umdenken. Seit Mitte 2024 verstärken regelmäßig polnische Elektriker seinen Betrieb – eine Entscheidung, die für mehr Flexibilität sorgt und von den Mitarbeitenden positiv aufgenommen wird
Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise appelliert der Arbeitgeberverband Gesamtmetall an Union und SPD, im Koalitionsvertrag ein Sofortprogramm zur Senkung von Energiekosten, Sozialabgaben und Steuern zu verankern, um Investitionen und Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.
Der Vorstand der VBG hat den Beitragsfuß für das Jahr 2024 gesenkt – dank gestiegener Entgelte in vielen Branchen und rückläufiger Unfallzahlen. Ab Mitte April erhalten Sie Ihren aktuellen Beitrags- und Vorschussbescheid.
Die Debatte um eine erneute Erhöhung des Mindestlohns sorgt für Unruhe - vor allem in der Lebensmittelwirtschaft. Unternehmen befürchten steigende Kosten und Wettbewerbsnachteile. Doch Gewerkschaften halten mit Fakten dagegen.
Die Anzahl der Untersuchungen und Behandlungen in der Videosprechstunde ist nicht mehr begrenzt. Außerdem können Ärzte und Psychotherapeuten jetzt mehr bekannte Patienten ausschließlich per Video versorgen. Auf diese und weitere Maßnahmen zur Flexibilisierung der Videosprechstunde haben sich KBV und GKV-Spitzenverband im Bewertungsausschuss geeinigt.
Ein geplanter Anstieg des Mindestlohns auf 15 Euro sorgt in Mecklenburg-Vorpommern für Kritik. Der Präsident des Unternehmer-Dachverbandes MV warnt vor negativen Folgen für den Arbeitsmarkt im Nordosten.
Mehr als 100 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, darunter der GVP, appellieren an die Verhandler der möglichen schwarz-roten Koalition, dringend tiefgreifende Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands umzusetzen. Sie warnen vor den Folgen der aktuellen Rezession und fordern Maßnahmen zur Sicherung von Wohlstand und sozialem Zusammenhalt.
Für viele Unternehmen im EU-Binnenmarkt wären sogar hohe Zölle, wie sie einst von Donald Trump in den Raum gestellt wurden, das kleinere Übel – denn die tatsächlichen Handelsbarrieren innerhalb der EU behindern den Austausch oft noch viel gravierender.
Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage zeigt sich CEO Robert von Wülfing optimistisch: Im Gespräch mit Andreas Groß spricht er über seine Vertragsverlängerung, das Potenzial spezialisierter Personaldienstleistungen, die wachsende Bedeutung der Weiterbildung und warum er durch Aktienkauf ein klares Signal setzt.
Trotz politischer Bemühungen um bessere Arbeitsbedingungen zeigt sich in der Fleischindustrie nur wenig Fortschritt: Die Entlohnung vieler Beschäftigter verharrt auf einem niedrigen Niveau. Neue Auswertungen belegen, dass die versprochenen Verbesserungen bisher kaum Wirkung zeigen.
Nach über 35 Jahren im Handwerk – als Sanitärinstallateur bei Piening Personal – verabschiedet sich Antoni Iwan in den Ruhestand. Mit seiner Fachkenntnis und seinem Einsatz überzeugte er viele Kundenunternehmen und wurde dort gerne eingesetzt.
Anlässlich des Sondierungspapiers von CDU/CSU und SPD erklärt Sven Kramer, Tarifverhandlungsführer der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) und Mitglied des Präsidiums des Gesamtverbands der Personaldienstleister: „Eine erneute politische Einmischung in die Arbeit der Mindestlohnkommission weisen wir entschieden zurück. Die Ermittlung der richtigen Mindestlohnhöhe muss den Tarifpartnern überlassen bleiben. In einer schwerwiegenden Rezession führt ein solcher Eingriff in die Tarifautonomie zu weiteren Belastungen mit negativen Folgen für Arbeitsmarkt und Wirtschaft. So würde zum Beispiel diese Einmischung die Zeitarbeit als Dienstleister für Industrie und Wirtschaft verteuern.“
Zeitarbeitskräfte bei AutoVision dürfen sich über höhere Löhne und verbesserte Arbeitsbedingungen freuen. Dank neuer tariflicher Vereinbarungen steigen die Entgelte, und zusätzliche Verbesserungen sorgen für mehr Sicherheit und Planbarkeit im Job.
Um die Produktionskosten bis 2027 um zehn Prozent zu reduzieren, hat sich Mercedes-Benz mit dem Gesamtbetriebsrat auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Dieses umfasst vermehrten Einsatz von Zeitarbeit und Kürzungen bei Vergütungen. Im Gegenzug wird die Beschäftigungssicherung bis Ende 2034 verlängert, wodurch betriebsbedingte Kündigungen vorerst abgewendet werden.
Die Unternehmensstimmung in Deutschland hat sich leicht aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar. Dieser Anstieg ist vor allem auf eine positivere Einschätzung der aktuellen Lage zurückzuführen. Die Erwartungen der Unternehmen fielen jedoch erneut pessimistischer aus. Insgesamt bleibt die Stimmung in der deutschen Wirtschaft eher zurückhaltend.
Die aktuelle MEOS Umfrage zeigt, dass der Fachkräftemangel in Deutschland ein Rekordniveau erreicht hat: 86 Prozent der Unternehmen suchen verzweifelt nach qualifizierten Fachkräften. Besonders die Energiebranche und das Gesundheitswesen sind von Engpässen betroffen. Statt ausschließlich auf Gehalt setzen immer mehr Unternehmen auf flexible Arbeitsmodelle und Weiterbildung, um ihre Mitarbeitenden zu halten und neue Talente zu gewinnen.
Das Bundesarbeitsgericht hat die Praxis der Arbeitnehmerüberlassung innerhalb von Konzernen verschärft. Eine neue Entscheidung erschwert die gängige Praxis, dass Mitarbeiter über Jahre hinweg zwischen Tochterunternehmen wechseln. Die Entscheidung könnte zu mehr Unsicherheit und rechtlichen Fragen führen.
In seinen Schlussanträgen, die am 14. Januar 2025 vorgelegt wurden, spricht sich der zuständige Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Nicholas Emiliou, dafür aus, die EU-Mindestlohnrichtlinie in vollem Umfang für nichtig zu erklären. Die dänische Regierung hatte 2023 gegen die EU-Mindestlohnrichtlinie eine Nichtigkeitsklage beim EuGH eingereicht. Dänemark sorgt sich, dass die Richtlinie das dänische Modell der Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden untergraben könnte. Die Richtlinie gibt verbindlich vor, dass die Mitgliedstaaten bei ihrer Bewertung der Angemessenheit der gesetzlichen Mindestlöhne Referenzwerte zugrunde legen, wie etwa 60 Prozent des Bruttomedianlohns oder 50 Prozent des Bruttodurchschnittslohns. Die Entscheidung über den konkreten Referenzwert bleibt bei den Mitgliedstaaten. Die Richtlinie musste bis zum 15. November 2024 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen