Für eine Krankschreibung müssen Patientinnen und Patienten ab dem 07.12.2023 nicht mehr zwingend in die Arztpraxis kommen. Die Ärztin oder der Arzt kann nach telefonischer Anamnese die Erstbescheinigung über eine Arbeitsunfähigkeit für bis zu 5 Kalendertage ausstellen. Die Details für eine telefonische Krankschreibung beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute in seiner öffentlichen Sitzung.
Der VGSD – Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. berichtet auf seiner Website über den Freelancer Rainer Rösing, der in einem Beitrag auf LinkedIn mit dem Slogan "Stell dir vor, es ist 'Arbeitnehmerüberlassung' und keiner geht hin!" seinem Ärger darüber Luft verschafft, dass sich viele Aufträge, die ihm als Freelancer angeboten werden, als Arbeitnehmerüberlassung herausstellen. In dem Beitrag geht er auf Nachteile der Arbeitnehmerüberlassung ein, die aus seiner Sicht für Selbstständige in Projektarbeit bestehen.
Wie Standortleitung und Betriebsrat von Daimler Truck in Wörth am Rhein auf der Betriebsversammlung angekündigt haben, werden zum 1. März 150 weitere im Werk beschäftigte Zeitarbeitnehmer in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Zusammen mit der Fachkräftegewinnung durch externe Ausschreibungen habe man über solche Festeinstellungen aus der Zeitarbeit allein in den letzten beiden Jahren 2022 und 2023 rund 740 Produktionsbeschäftigte einstellen können.
Beim 18. Würzburger Forum Arbeitsrecht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg standen aktuelle Fragen zur Zeitarbeit im Fokus. Arbeitsrechtsexperten aus Wissenschaft und Praxis diskutierten das Spannungsverhältnis zwischen Regulierung und Flexibilisierung. „Für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen ist Zeitarbeit ein unverzichtbares Personalinstrument, dessen Flexibilität erhalten und ausgebaut werden muss“, so Wolfgang Fieber, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken.
Bis spätestens Ende Januar 2024 soll eine Richtlinie vom Gemeinsamen Bundesausschuss vorliegen, die das Anfordern einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Telefonat ermöglichen soll. Dies wurde im Sommer beschlossen. Nun steht dieses Thema für die Plenarsitzung am 7. Dezember 2023 auf der Tagesordnung. Eine Umsetzung könnte also auch schon früher erfolgen.
Der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) hat sich einen eigenen Pool an flexibel einsetzbaren Pflegekräften geschaffen, um so unabhängiger von der Zeitarbeit zu sein. Dabei hat der Verbund die Flexibilitäts-Zulage deutlich erhöht, wodurch der Springer-Pool für Pflegekräfte auch finanziell eine Alternative zur Zeitarbeit darstellt. Andere Klinikverbünde gehen mittlerweile denselben Weg und gründen eigene Pflegekräfte-Pools.
Im Kreis Borken wurden zwei Häuser durch die Behörden überprüft, in denen Zeitarbeitnehmer untergebracht werden. Auch wenn nur ein kleiner Teil der Zeitarbeitnehmer angetroffen wurde, konnten einige Verstöße festgestellt werden. Unter anderem wurden Brandschutzmaßnahmen nicht eingehalten und es fehlte eine gültige Baugenehmigung.
Anlässlich ihrer Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung „Jetzt in den Job: Integration in Arbeit lohnt sich!“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Bundesagentur für Arbeit, von kommunalen Spitzenverbänden, Unternehmen, Spitzenverbänden der Wirtschaft und Gewerkschaften erklären Sebastian Lazay, Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister e. V. (BAP) und Christian Baumann, Bundesvorsitzender des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. (iGZ): „Die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten erfordert belastbare Partnerschaften. Die Zeitarbeitsbranche spielt dabei eine zentrale Rolle, den von der Bundesregierung angestrebten Integrationsturbo umzusetzen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Zeitarbeit nicht nur ein verlässlicher Partner, sondern ein kraftvoller Motor für die nachhaltige Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist. Daher haben der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e. V. und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. heute eine Erklärung unterzeichnet, welche das Engagement unserer Mitgliedsunternehmen und der gesamten Branche im Schulterschluss mit Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften unterstreicht.“
Der Normenkontrollrat (NKR) erklärt in seinem aktuellen Bericht, der das Jahr Juli 2022 bis Juni 2023 abdeckt, dass es trotz geplantem Abbau von Bürokratie zu mehr Belastung denn je gekommen sei. Das Gebäudeenergiegesetz habe dabei den größten Ausschlag gegeben.
8,5 Prozent mehr Geld für Leihbeschäftigte ab April 2024. Mit dieser Tarifforderung tritt die IG Metall bei den Tarifverhandlungen in der Leiharbeit an. Der IG Metall-Vorstand hat die Forderung der Tarifkommission am Dienstag bestätigt. Die Verhandlungen starten bald.
Die Gi Group Holding aus Italien übernimmt das europäische Personaldienstleistungsgeschäfts von Kelly. Die Transaktion mit einem Barbetrag von 100 Millionen Euro mit zusätzlichem Earnout-Potenzial von bis zu 30 Millionen Euro soll im ersten Quartal 2024 abgeschlossen werden. Das ist bereits die 51. Transaktion der Gi Group seit Unternehmensgründung im Jahr 1998. Die weltweit tätige Kelly fokussiert sich durch den Verkauf nach eigenen Angaben stärker auf margen- und wachstumsstärkere Managed Service Provider (MSP)-Lösungen und spezialisierte ergebnisorientierte Personaldienstleistungen in Nordamerika.
Die Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, Sandra Postel, hat sich in einem LinkedIn-Post für mehr Sachlichkeit in der Debatte um Zeitarbeit ausgesprochen. In ihrem Appell betont sie, dass ein Verbot von Zeitarbeit in der Pflege verfassungswidrig wäre und dass es stattdessen um die Qualität der erbrachten Leistungen gehen sollte.
Die Kliniken Beelitz wollen ab 2024 ohne Zeitarbeitskräfte auskommen. Um dies zu erreichen, seien Maßnahmen geplant, um die Arbeitsbedingungen der festen Arbeitskräfte zu verbessern. Beispiele hierfür seien die sogenannte Pooldienst-Vergütung und zusätzlicher Urlaub bei vermehrter Arbeit in der Wechselschicht. Ein positiver Nebeneffekt davon sei, dass unter anderem die ständige Einarbeitung von neuen Zeitarbeitskräften wegfalle.
Nach einer Großrazzia im nordrhein-westfälischen Kleve wurden u.a. 18 Unterkünfte für Zeitarbeitnehmer kontrolliert. 17 Unterkünfte wurden im Anschluss aufgrund eklanter Verstöße gegen Arbeitsschutzbestimmungen sofort geschlossen. 75 betroffene Zeitarbeitnehmer wurden darauf in angemessenen Wohnungen untergebracht. Ziel der Aktion war es, zum einen den Schutz von Zeitarbeitnehmer sicherzustellen und zum anderen illegale Strukturen aufzudecken.
Laut der Pflegebevollmächtigten Claudia Moll, ist die Leiharbeit in der Pflege das Ergebnis von schlechten Arbeitsbedingungen. Dementsprechend will die Politik bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen ansetzen und nicht bei einem Verbot der Leiharbeit.
Im Interview berichtet die Fachkraft für Intensivpflege Bianca Kohl über ihren Wechsel in die Zeitarbeit. Sie gibt wichtige Einblicke, was sich nach der Festanstellung durch die Zeitarbeit verbessert hat und worauf es ankommt.
In der Personaldienstleistungsbranche fehlen Bewerber und Arbeitskräfte – dadurch bleiben Stellen oft unbesetzt. Dies zeigt sich auch im Abschluss des 3. Quartals 2023 im Temporärgeschäft mit einem Minus von 7,6 % gemäß Swiss Staffingindex. Bei Festanstellungen stieg der Umsatz währenddessen um 6,8 %.
„Turbo zur Arbeitsmarktintegration“ – so nennt sich der Aktionsplan vom Bundesarbeitsministerium und der Bundesagentur für Arbeit, um Flüchtlinge schneller in den Arbeitsmarkt integrieren zu können. Eine der Maßnahmen soll sein, dass Geflüchtete nach dem Absolvieren eines Integrationskurses mit sogenannten „Matching-Aktionen“ schneller zu Arbeitgebern finden.
Erfahrungsberichten von sozialpädagogischen Assistenten zufolge ist der Umgang mit Personal in der Zeitarbeit wesentlich besser als bei Direktanstellungen in zum Beispiel Kitas. Insbesondere die Wertschätzung sei spürbar. Zudem sei man als Zeitarbeitnehmer von Administrativem befreit und kann sich besser auf die Arbeit mit Kindern konzentrieren.
Die geplante Erhöhung des Mindestlohns für Januar sieht einen Stundenlohn von 12,41 € vor. Diese Erhöhung hat jedoch erst mal keinen Einfluss auf die monatliche Arbeitszeit von Minijobbern: Seit Oktober 2022 ist die Minijob-Verdienstgrenze an den Mindestlohn gekoppelt. Somit liegt der monatliche Verdienst bei 538 € anstelle von 520 €.
Wie eine aktuelle Umfrage von softgarden zeigt, nutzt bereits jeder fünfte Bewerber eine Künstliche Intelligenz, um das Anschreiben zu verbessern. Auch im Allgemeinen steigt die Akzeptanz von KI: 63,4 % der Befragten antworteten, dass die KI bei der Auswahl eines Bewerbers unterstützen darf – solange Recruiter die finale Entscheidung treffen.
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