Personalmangel in der Pflegebranche führt zu zunehmend schlechteren Arbeitsbedingungen für Stammbeschäftige. Pflegekräfte geben daher zunehmend ihre Festanstellung auf und wechseln in die Zeitarbeit.
In einer Umfrage, die auf dem iGZ-Bundeskongress in Münster vorgestellt wurde, sehen 28 Prozent aller Deutschen die Zeitarbeit kritisch. Im Hinblick auf diese Umfragewerte hoffte iGZ-Bundesvorsitzende Christian Baumann, dass der Bundeskongress zu einer neuen "Aufbruchstimmung" in der Branche verhelfe.
Festakt zum 20-jährigen Bestehen des iGZ „Den iGZ würde es nicht geben, wenn nicht Dietmar Richter gewesen wäre“, lud Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), den iGZ-Ehrenvorsitzenden auf die Bühne. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens feierte der iGZ in Münster einen Festakt samt anschließender Geburtstagsparty.
Im April 2018 jährten sich die Anpassungen am Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Sie haben für große Unsicherheit sowohl für Personaldienstleister wie die ManpowerGroup als auch für deren Kunden gesorgt. Während die Auswirkungen des Equal Pays mittlerweile als gering einzuschätzen sind, steht der größte Umbruch noch bevor: Die Höchstüberlassungsdauer von Zeitarbeitern an ein Unternehmen von maximal 18 Monaten wirkt sich erstmals zum 1. Oktober 2018 aus. Die Experten der ManpowerGroup befürchten vor allem Nachteile für Gering- oder Unqualifizierte, da langfristige berufliche Qualifizierungsmaßnahmen durch die zeitliche Begrenzung nicht mehr durchzuführen sind.
"Die Abgeordnete Frau Zimmermann sollte endlich aufhören, die Branche und die Beschäftigten in der Zeitarbeit zu diffamieren.“ Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur forderte die Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann unter Berufung auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit die Abschaffung „der systematischen Niedriglohnbeschäftigung in Form der Leiharbeit“ und erklärt, „ein Sprungbrett in ein normales Arbeitsverhältnis ist sie nur für wenige, für die meisten bedeutet Leiharbeit: dauerhaft Niedriglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Beschäftigte zweiter Klasse zu sein“.
„Die Aussagen von Sabine Zimmermann, Linke-Bundestagsabgeordnete, mögen sich für kurzfristige PR-Zwecke eignen, der komplexen Realität in einem Feld, das verantwortungsbewusst behandelt werden muss, werden sie leider nicht gerecht“, kommentierte Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ).
Laut einer Reportage des Nachrichtenmagazins plusminus soll es Indizien dafür geben, dass das Geschäftsmodell des Möbelunternehmens XXXL Lutz auf illegaler Arbeitnehmerüberlassung aufbaut. Zudem stehe das Unternehmen im Verdacht durch Aufsplittung seiner Standorte Arbeitnehmerrechte zu unterlaufen. Das Unternehmen weist diese Vorwürfe zurück. Es handele sich um völlig normale und rechtlich einwandfreie Vorgehensweisen.
Im ersten Quartal hat der niederländische Personalvermittler Randstand in Punkten wie Umsatz und Gewinn mit dem Branchenführer Adecco fast gleichgezogen. Im Interview mit "Finanz und Wirtschaft" sieht sich CEO Alain Dehaze mit Adecco aber weiterhin als Branchenführer. Er sei davon überzeugt, dass nach dieser aktuellen unternehmerischen Transformationsphase der Trend ab dem zweiten Quartal wieder ansteigt.
Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken geht hervor, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) seit September 2016 5,8 Millionen Euro für die Beschäftigung von 350 Zeitarbeitnehmern ausgegeben hat. Aktuell sind davon noch 100 tätig. Laut Auskunft der Bundesregierung seien weitere Folgeaufträge durchaus möglich.
Am Montag hatten der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) den "Atals der Zeitarbeit" vorgestelltehr. Aus diesem geht hervor, dass der Arbeitsmarkt sich deutlich verändert. Der DGB kritisiert dabei den auffälligen Anstieg befristetet Arbeitsverträge. 44 Prozent aller neuen Arbeitsverträge seien heutzutage befristet. In diesem Zusammenhang war die Deutsche Post in die Kritik geraten, weil Sie unbefristete Arbeisverträge auch von der Anzahl an Krankheitstagen abhängig macht.
Laut Umfragen gehen Arbeitnehmer mit befristetetem Arbeitsvertrag häufiger krank zur Arbeit aus Angst ihre Arbeitstelle zu verlieren. Je unsicherer der Job umso häufiger geschieht dies. Die Bundesregierung möchte dem entgegenwirken und hat im Koaltionsvertrag festgelegt, sachgrundlose Befristung bei Firmen ab 75 Mitarbeiter einzuschränken.
Die Adecco Group in Deutschland hat die Verschmelzung ihrer Marken Adecco Personaldienstleistungen, TUJA Zeitarbeit und Service Personaldienstleistungen zum 1. Mai 2018 erfolgreich abgeschlossen. Das vereinte Unternehmen firmiert als Adecco Personaldienstleistungen GmbH, hat rund 32.000 Mitarbeiter und rund 5.000 Kunden. Mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro ist es im deutschen Markt für Zeitarbeit die neue Nummer zwei.
Laut Antwort des Arbeitsministerium auf eine Anfrage der Linken verdienen 17,7 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Im Osten Deutschlands ist der Anteil mit 31,2 Prozent fast doppelt so hoch wie in Westdeutschland mit 14,7 Prozent. Die Linken fordern eine weitere Angleichung der Löhne, Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro und Abschaffung von Niedriglohnbeschäftigungen wie der Zeitarbeit.
Im Interview mit der Zeit ist Alain Dehaze, Vorstandsvorsitzender der Adecco-Gruppe, davon überzeugt, dass Zeitarbeit ein wichtiger Faktor ist, um Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Den Vorwurf prekäre Jobs zu fördern, kann er nicht nachvollziehen. Aus seiner Sicht müssen die Unternehmen in der heutigen Arbeitswelt agiler werden und ihr Personal mit flexiblen Arbeitslösungen organisieren. Dazu gehören heutzutage Zeitarbeit, Outsourcing und Freiberufler.
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2018 erreichte die Amadeus FiRe Gruppe einen konsolidierten Umsatz von EUR 48,2 Millionen (Vorjahr: EUR 44,8 Millionen), ein Plus von 7,5%. Die Umsätze der einzelnen Dienstleistungen stiegen in den Bereichen Zeitarbeit um 3,9%, Personalvermittlung um 23,8%, Interim-/Projektmanagement um 3,6% und Fort- und Weiterbildung um 10,1%. In direkter Folge der erstmaligen Anwendung der gesetzlichen Equal Pay Regelung auf den gesamten Auftragsbestand in der Zeitarbeit zum Jahreswechsel ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückgang in der Anzahl der Aufträge um rund 3%.
Peter Blersch, CEO der DIS AG, übernimmt am 1. Mai 2018 zusätzlich die Position des CEO der Adecco Personaldienstleistungen und TUJA Zeitarbeit. Er folgt in dieser Funktion auf Dr. Patrick Maier, der sich entschlossen hat das Unternehmen zu verlassen und in die Schweiz zurückzukehren. Mit dieser Änderung wird Peter Blersch gleichzeitig Country Head der gesamten Adecco Group in Deutschland. Die Adecco Group ist der weltweit führende Partner für Personallösungen.
Noch transparenter geht es kaum: Das Management der wu personal GmbH hat 2006 mit der Einführung des transparenten Preismodells seine Kalkulation offengelegt. WU geht jetzt noch einen Schritt weiter, legt alle Karten auf den Tisch und zeigt dem Bewerber im Vorstellungsgespräch alle Vorgaben ihrer Kunden.
Nach der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) wurden zum 1. Januar erstmals die Bestimmungen des Equal Pay wirksam, am 1. Oktober wird für etliche Zeitarbeitnehmer die 18-monatige Höchstüberlassungsdauer greifen. Dies stellt Unternehmen und Mitarbeiter vor große Herausforderungen und führt laut einer aktuellen Zeitarbeitnehmer-Befragung im Auftrag des Personaldienstleisters Orizon vielfach zu Verunsicherung bei den Beschäftigten. Nach dem wachstumsstarken Jahr 2017 erwartet Orizon daher für 2018 eher eine Konsolidierung – sowohl beim Umsatz als auch hinsichtlich der Mitarbeiterzahlen. Doch trotz der tiefgreifenden politischen Regulierungen und bürokratischen Hürden gelingt es dem Unternehmen, ein verlässlicher Partner für Kunden und Mitarbeiter zu bleiben. Das belegt unter anderem die jüngste Auszeichnung als bester Mittelstandsdienstleister in der Branche der Personaldienstleistungsunternehmen durch das Magazin „WirtschaftsWoche“.
Die Supermarkt-Kette real hatte einer an der Kasse eingesetzten Zeitarbeitnehmerin kurz vor Beginn der Equal-Pay-Phase über ihre Zeitarbeitsfirma die Kündigung ausgesprochen. Nach einer Pause von drei Monaten und einem Tag wollte man die Zeitarbeitnehmerin erneut einsetzen. Dadurch wäre ihr Anspruch auf Equal Pay verloren gegangen. Die Zeitarbeitnehmerin hatte gegen dieses Vorgehen vor dem Arbeitsgericht Mönchengladbach geklagt. Das Arbeitsgericht gab ihr Recht und erklärte die Kündigung für rechtswidrig. Zu dem kritisierte das Gericht das Vorgehen, Equal Pay durch eine geschickt platzierte Kündigung zu umgehen.
Aufgrund von Umstrukturierungen im Görlitzer Bombardierwerk ist die Zukunft der 500 dort beschäftigten Zeitarbeitnehmer ungewiss. Um auf Ihre Situaton aufmerksam zu machen, haben einige Zeitarbeitnehmer die Initiative "Zukunftsschiene" gegründet. Hier können sich betroffene Zeitarbeitnehmer über ihre Rechte und Pflichten informieren und ihr berufliches Profil Unternehmen aus der Region präsentieren.
Aufgrund eines Stufentarifvertrag zwischen den beiden Arbeitgeberverbänden BAP und iGZ und der Gewerkschaft IG Metall steigt das Grundentgelt von Zeitarbeitnehmer in Ostdeutschland ab 1. April um vier Prozent auf 9,27 Euro brutto pro Stunde. DIes teilte die IG Metall am Dienstag im thüringischen Suhl mit. Durch weitere geplante Stufen werde im nächsten Jahr das Grundgehalt bis Oktober 2019 9,66 Euro brutto pro Stunde erreichen.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen