

Florian Swyter, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Personaldienstleister (GVP), erklärt zum „Sofort-in-Arbeit-Plan“ von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt: »Der Gesamtverband der Personaldienstleister begrüßt den Vorstoß von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Asylbewerbern schneller den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Wer früh in Beschäftigung kommt, hat bessere Chancen, sich zu integrieren – und Betriebe gewinnen schneller dringend benötigtes Personal.«
Beschäftigte in der Zeitarbeit sind überwiegend in der Industrie tätig (40 Prozent). Dort sind körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten und belastende Umgebungsfaktoren verbreitet. Neben körperlichen Anforderungen gewinnen psychosoziale Belastungen mehr an Bedeutung. Das zeigen Auswertungen von Erwerbstätigenbefragungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus den Jahren 2012, 2018 und 2024. Hierzu zählt etwa das gleichzeitige Betreuen mehrerer Aufgaben (36 Prozent in 2012; 51 Prozent in 2024). Weitere Fakten hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einem Bericht zusammengefasst.
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin Isabelle Riedlinger hat in ihrer Dissertation die Frage untersucht, warum Pflegende aus eigener Motiviation heraus aus festen Anstellungen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in die Zeitarbeit wechseln. Die Studie zeigt, das sich Pflegefachkräfte in Deutschland zunehmend bessere Arbeitsbedingungen und mehr Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben suchen. Der Wechsel in die Zeitarbeit, sei daher eine Form von "Emanzipation und indirekter Kritik am bestehenden Pflegesystem".
2025 lag laut Statistik der Arbeitsagentur die Zahl der im Saarland beschäftigten Zeitarbeitnehmer bei knapp 7000 und damit auf dem niedrigsten Stand seit mindestens zwölf Jahren. Den Höhepunkt bildete das Jahr 2018, in dem die Arbeitsagentur mehr als 12.500 Zeitarbeitnehmer zählte. Die Arbeitskammer und die IHK bewerten die Lage kritisch, sehen aber die möglichen Gefahren in unterschiedlichen Bereichen.
Nicht nur der Rückgang der Beschäftigung in der Zeitarbeit, sondern auch neue Einsatzfelder für die Zeitarbeit etwa im Bereich der Pflege und der Bauwirtschaft standen im Mittelpunkt des nunmehr 10. „Forum zur Zeitarbeit“ am IAB. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis diskutierten aktuelle Herausforderungen und die Bedeutung der Zeitarbeit sowie die Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit.
Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist die Zahl der Arbeitsagenturen die aufgrund der letzen Mindestlohnerhöhung negative Effekte auf die Beschäftigung erwarten im Vergleich zu 2022 deutlich angestiegen.
Wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte, sank laut Stellenindex die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland zu Jahresbeginn, womit die Arbeitskräftenachfrage um fünf Punkte unter den Wert des Vorjahresmonats sank. Die größten Einbußen an gemeldeten Arbeitsstellen gab es in der Zeitarbeit und im Handel.
Die CDU arbeitet laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ an einem neuen Beschluss, der den gesetzlichen Mindestlohn für Saisonkräfte in der Landwirtschaft aufweichen soll.
Die Bundesregierung verteidigt in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion das Verfahren zur Festsetzung der Höhe des gesetzlichen Mindestlohns durch die Mindestlohnkommission. „Die Voraussetzungen für den Erlass der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung liegen nach Auffassung der Bundesregierung vor, sodass für Arbeitgeber, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Sozialversicherungsträger Rechts- und Planungssicherheit besteht“, schreibt sie unter anderem.
Die Bundesregierung plant keine Änderung bei der Erfassung von Saisonarbeitskräften. Das schreibt sie in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, in der diese genauere Auskünfte zur Situation der Saisonarbeitskräfte in Deutschland erfragt hatte.
Was bedeutet die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes für die Betriebe? Im Rahmen ihrer Konjunkturumfrage Herbst 2025 hat die DIHK für ein "Konjunktur Insight" die Auswirkungen auf die Unternehmen abgefragt.
Ein gesetzlicher Mindestlohn von 15 Euro und ein Referenzwert von 60 Prozent des Bruttomedianlohns: Darüber haben Sachverständige im Ausschuss für Arbeit und Soziales am 12. Januar 2026 kontrovers diskutiert. Während Arbeitgebervertreter und einzelne Rechtswissenschaftler vor Eingriffen in die Tarifautonomie, Beschäftigungsrisiken und einer „Politisierung“ der Lohnfindung warnen, sehen Gewerkschaften und einige Arbeitsmarkt-Experten in der Verankerung des Referenzwerts im Mindestlohngesetz einen entscheidenden Schritt u.a. zu mehr Rechtsklarheit, Legitimation der Mindestlohnkommissions-Entscheidungen und einer armutsfesten Lohnuntergrenze.
Laut einer aktuellen Analyse der doctari GmbH geraten besonders medizinische Einrichtungen in ländlichen Regionen im Hinblick auf Personalengpässe stärker unter Druck, als in urbanen Regionen. Rund 75 Prozent aller ärztlichen Zeitarbeitseinsätze im Zeitraum Januar bis September 2025 erfolgten außerhalb urbaner Räume. Im Pflegebereich lag der Anteil bei 57 Prozent. Die Analyse unterstreicht, das ohne Zeitarbeitskräfte die medizinische Versorgung vieler ländlicher Regionen schon heute nicht mehr vollumfänglich sichergestellt wäre. Ursachen seien neben Ärztemangel auch der demografischer Wandel und die zu erwartenden Folgen der Krankenhausreform, die besonders Kliniken außerhalb der Ballungszentren treffen.
Plattformen wie Zenjob oder Jobvally vermitteln Studierende an Unternehmen für Jobs mit geringer Stundenzahl. Laut Zenjob-Mitgründer und Managing Director Frederik Fahning habe sich das Gechäft mittlerweile verändert. War man anfangs eher für kurzfristige Vermittlungen bei spontanen Personalengpässen zuständig, seien mittlerweile die vermittelten Einsätze langfristiger auf mehrere Wochen oder Monate ausgelegt.
Das Wolfsburger VW-Werk will zum Ende des Jahres 300 Zeitarbeitnehmer durch Stammkräfte aus anderen Werken ersetzen.
ifo Konjunkturumfragen zeigen, dass die häufigste Reaktion von Unternehmen auf die Anhebung des Mindestlohns Preiserhöhungen sind, wenngleich seltener als 2022. Stattdessen plant ein merklich höherer Anteil der Befragungsteilnehmenden eine Reduzierung der Beschäftigtenzahl sowie der Investitionen. Viele der direkt betroffenen Unternehmen erwarten eine geringere Profitabilität und höhere Einkaufspreise.
Mit seinem Buch „Karrierebooster Zeitarbeit“ legt Dr. Timm Eifler, Geschäftsführer der hanfried GmbH, einen praxisorientierten Leitfaden vor, der sowohl für Arbeitssuchende und Quereinsteiger als auch für Unternehmen wertvolle Impulse liefert. Das Werk will Vorurteile gegenüber der Zeitarbeit aufbrechen und darstellen, wie eine faire, professionelle und zukunftsorientierte Personaldienstleistung heute aussehen kann.
Statistische Werte zeigen, dass in der vorweihnachtlichen Hochsaison ca. 50.000 flexible Arbeitskräfte mehr beschäftigt sind, als im Rest des Jahres. Dies zeigt die strukturell wichtige Rolle von Zeitarbeit.
Die Mindestlöhne in der Altenpflege sollen auch in den kommenden zwei Jahren steigen. Die Bundesregierung begrüßt die Empfehlung der Pflegekommission. Rund 1,3 Millionen Beschäftigte arbeiten in Einrichtungen, die unter den Pflegemindestlohn fallen.
Aufgrund von Budgetkürzungen plant die Stadt Chemnitz weniger befristete Mitarbeiter im Winterdienst einzustellen und stattdessen Engpässe durch Zeitarbeitnehmer auszugleichen.
Die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) hat am Dienstag mitgeteilt, dass der Landespflegeausschuss Berlin die Nutzung ihres Mustervertrags "Zeitarbeit in der Pflege" empfohlen hat. Ziel des Mustervertrages sei es, in den Einrichtungen die Mindeststandards für Pflegebedürftige zu sichern und negative Folgen von Zeitarbeit zu begrenzen.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen