

Im Bundestag debattierten die Abgeordneten über die Ergebnisse des Investitionsgipfels der Bundesregierung. Die Koalition verwies auf Investitionszusagen und erwartete Impulse für Wachstum und Arbeitsplätze. Die Opposition bezweifelte, dass daraus tatsächlich neue Investitionen und Beschäftigung entstehen.
In Berlin und Brandenburg steigen die Löhne im Einzelhandel stufenweise um insgesamt fünf Prozent. Die Entgeltuntergrenze steigt zunächst auf 14,20 Euro pro Stunde und soll im Juni 2027 auf 14,90 Euro angehoben werden. Zwischenzeitlich liegt sie damit auf dem Niveau des gesetzlichen Mindestlohns.
Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt verbessern sich leicht. Das IAB-Barometer überschreitet im Oktober erstmals seit längerer Zeit die Schwelle von 100 Punkten. Auch die Zeitarbeitsbranche blickt wegen der stabileren Konjunktur zuversichtlicher auf die Beschäftigungsentwicklung. Gleichzeitig plant die Autoindustrie weiterhin Stellenabbau.
Elf regionale Personaldienstleister trafen bei einer Messe in Herborn-Burg auf Arbeitssuchende. Vor Ort wurden Einsatzmöglichkeiten, Arbeitszeiten, Lohn und Mobilität besprochen. Die Veranstalter sehen weiterhin einen hohen Bedarf an geeigneten Arbeitskräften. Im Lahn-Dill-Kreis arbeiten rund 1.800 Menschen in der Zeitarbeit.
Mercedes-Benz will die Zahl der Zeitarbeiter in Deutschland im Zuge eines verschärften Sparkurses reduzieren. In Sindelfingen, Bremen und Rastatt sind derzeit rund 3.000 Zeitarbeitskräfte beschäftigt. Ein Abbau der Stammbelegschaft ist laut Management nicht geplant. Die Beschäftigungssicherung gilt bis Ende 2034.
Krankenhäuser nutzen Leiharbeitskräfte, um Personalengpässe auszugleichen und Betten offen zu halten. Für Kliniken entstehen zusätzliche Kosten, weil Krankenkassen nur bis zur Höhe des Tariflohns erstatten. Ab 2027 könnte die Deckelung des Pflegebudgets den finanziellen Druck weiter erhöhen. Krankenhausgesellschaften fordern deshalb eine gesetzliche Obergrenze für Verleihpreise.
Das Universitätsklinikum Frankfurt soll seit Jahren hohe Summen für Leihpflegekräfte gezahlt haben. Recherchen von hessenschau deuten auf Verstöße gegen nationale und europäische Vergaberegeln hin. Insgesamt sollen seit 2019 fast fünf Millionen Euro an Anbieter geflossen sein. Das Klinikum hat eine Prüfung der Vorwürfe angekündigt.
Audi-Mitarbeiter können künftig freiwillig im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung für bis zu 24 Monate in Rüstungsunternehmen der Region Ingolstadt arbeiten. Ihr Tarifentgelt bleibt erhalten, anschließend ist eine Rückkehr zu Audi möglich. Das Angebot richtet sich unter anderem an Ingenieure, Projektmanager und Fachkräfte aus Werkstätten und Qualitätssicherung.
DIeser Beitrag erörtert, in welchen Fällen man als Kundenbetrieb mit einem der großen Personaldienstleister oder mit einem Anbieter aus der Region besser fährt. Große Zeitarbeitsketten wie Randstad, Adecco oder Manpower punkten mit bundesweiter Verfügbarkeit und einer großen Zahl offener Stellen. Regionale Personaldienstleister gewinnen im betrieblichen Alltag und bieten kurze Wege zur Niederlassung, einen festen Ansprechpartner und Betriebskenntnis vor Ort.
Frauen sind in der medizinischen Zeitarbeit deutlich weniger vertreten als in den Gesundheitsberufen insgesamt. Laut einem doctari-Whitepaper suchen vor allem erfahrene Ärztinnen und Pflegefachkräfte zeitliche Flexibilität. Kurze Einsätze ermöglichen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und privaten Verpflichtungen. Die große Entfernung zwischen Wohn- und Einsatzort bleibt jedoch eine zentrale Hürde.
Im NRW-Einzelhandel steigen die Löhne in tarifgebundenen Unternehmen ab August 2026 um drei Prozent. Ab Mai 2027 folgen weitere zwei Prozent. Für die unteren Entgeltgruppen gelten höhere Mindestlöhne. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 25 Monaten.
Die EU-Mindestlohnrichtlinie setzt Deutschland unter Druck, die Tarifbindung zu erhöhen. Mindestens 80 Prozent der Beschäftigten sollen in tarifgebundenen Betrieben arbeiten. Laut Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt Deutschland mit rund 49 Prozent deutlich darunter. Ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für den Arbeitgeberverband Gesamtmetall kritisiert das Ziel der 80-Prozent-Marke als politisch willkürlich und warnt vor möglichen Folgen wie höherer Arbeitslosigkeit oder höheren Preisen.
Basierend auf ihrem DDW-Index zeigt Die Deutsche Wirtschaft die 50 besten Personaldienstleister Deutschlands 2026, die im Hinblick auf wirtschaftlicher Stärke, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit zur Spitze der deutschen Personaldienstleistungsbranche gehören.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz prägt seit 20 Jahren den Umgang mit Diskriminierung im Arbeitsleben. Eine geplante Reform sieht unter anderem längere Fristen und neue Aufgaben für die Antidiskriminierungsstelle vor. Gewerkschaften und der Deutsche Anwaltverein fordern weitergehende Änderungen.
Das Hauptzollamt Lörrach hat Bußgelder wegen illegaler Arbeitnehmerüberlassung gegen ein deutsches Transportunternehmen und ein litauisches Verleihunternehmen verhängt. Insgesamt 40 ausländische Fahrer waren ohne die erforderliche Genehmigung im Betrieb des Entleihers tätig. Zur Tarnung der illegalen Überlassung wurden angebliche Werkverträge abgeschlossen. Gegen den Entleiher wurde eine Geldstrafe von 15.000 Euro und gegen die litauische Geschäftsführerin von 20.000 Euro festgesetzt.
Bundeskanzler Friedrich Merz besetzt eine Schlüsselposition im Bundeskanzleramt neu und ernennt Christina Ramb zur Leiterin der Abteilung für Sozial-, Gesundheits- und Arbeitsmarktpolitik. Ramb ist Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit.
Die Niederlande verbieten ab dem 1. März 2028 den Einsatz von Leiharbeitskräften in der Fleischverarbeitung. Damit reagiert die Regierung in Den Haag auf anhaltende Missstände bei den Arbeitsbedingungen und Unterkünften von Arbeitsmigranten. Fleischunternehmen müssen ihr Personal künftig direkt anstellen, um die Verantwortung für faire Arbeitsbedingungen selbst zu tragen.
Die Niederlande wollen die Zeitarbeit in der Fleischindustrie ab 2028 verbieten, um systematischer Ausbeutung ein Ende zu setzen. Grenzstädte am Niederrhein begrüßen das, befürchten jedoch auch soziale Probleme, weil viele zunächst ihren Arbeitsplatz verlieren würden.
Jürgen Linnemann verrichtet in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung Arbeit für externe Auftraggeber – doch am Monatsende erhält er dafür oft nicht einmal 200 Euro. Nun wehrt er sich juristisch gegen diese Bezahlung weit unter dem gesetzlichen Minimum.
Die Regierungskoalition hat sich auf eine Vielzahl bedeutender Reformen verständigt, um Deutschland fit für die Zukunft zu machen. Ein faires Gesamtpaket, um Wachstum zu schaffen, Arbeitsplätze zu sichern und den Zusammenhalt zu stärken. Die Reformen im Überblick.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen