

Als Reaktion auf den Abgas-Skandal plant Bundesarbeitsminsterin Andrea Nahles eine Sonderregelung im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, die befristet bis Ende 2016 gelten soll. Zeitarbeitnehmer würden damit ebenfalls vom Kurzarbeitergeld profitieren.
Im Interview mit der WirtschaftsWoche kritisiert Dieter Traub, Geschäftsführer des Zeitarbeitsunternehmens Orizon, den Gesetzentwurf zur Zeitarbeit. Aus seiner Sicht seien bis auf das Streikverbot von Zeitarbeitnehmern alle Punkte des Entwurfs ein undurchdachter Eingriff in die Tarifautonomie und in Wirtschaftsprozesse.
Nachdem der Gesetzentwurf zur Regulierung der Zeitarbeit innerhalb der Koalition auf Kritik gestoßen ist, hat das Arbeitsministerium nun im Hinblick auf die konkrete Umsetzung Gesprächs- und Kompromissbereitschaft signalisiert.
Im Interview mit dem Personalmagazin kritisiert der Rechtsanwalt Prof. Dr. Jobst-Hubertus Bauer den Gesetzentwurf zur Regulierung der Zeitarbeit in vielen Punkten und fordert Nachbesserung
Nachdem bereits Arbeitgeberverbände und Wirtschaftsvertreter den Gesetzentwurf heftig kritisiert haben, fordert jetzt auch die CSU eine dringende Überarbeitung des Entwurfs.
Arbeitslose Flüchtlinge haben immer noch mehr Probleme bei der Jobsuche als deutsche Arbeitslose. Aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums geht hervor, dass vier Prozent aller in Deutschland lebenden Flüchtlinge pro Monat eine Arbeitsstelle finden. Das sind drei Prozent weniger als bei deutschen Arbeitsuchenden.
BAP-Hauptgeschäftsführer Thomas Hetz zum Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für Neuregelungen der Zeitarbeit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat einen ersten Entwurf eines "Gesetzes zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und anderer Gesetze" vorgelegt. Zu diesem "Diskussionsentwurf" erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP): "Dieser Entwurf hat es entgegen der allgemeinen Medienberichterstattung in sich. Darin werden eben nicht nur eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und Equal Pay nach neun Monaten festgeschrieben, sondern unverhältnismäßig in die Tarifautonomie der Zeitarbeit eingegriffen und ihre Einsatzbedingungen massiv verschlechtert.
Laut einem Urteil des EuGH vom 17.11.2015 dürfen Städte und Gemeinden bei der Ausschreibung von Aufträgen Anbieter ausschließen, die nicht bereit sind den Mindestlohn zu zahlen.
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall kritisiert den vorgelegten Gesetzentwurf zur Neuregelung von Zeitarbeit und Werkverträgen als "nicht akzeptabel". Insbesondere die strikte Regelung der Höchstüberlassungsdauer, von der nach dem Entwurf nur tarifgebundene Einsatzbetriebe abweichen dürfen (Verbot der Inbezugnahme), sei für den Arbeitgeberverband Gesamtmetall ebenso wenig akzeptabel wie die gleiche Bezahlung nach 12 Monaten.
Münster | Der Gesetzgeber sollte sich davor hüten, zu viele Steine in die Tarifboote zu legen, weil sie sonst untergehen", reagierte iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz auf den Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), in dem die geplanten weiteren Regulierungen der Zeitarbeit auf Basis des Koalitionsvertrages definiert sind.
Nach dem neuen Gesetzentwurf zur Regulierung der Zeitarbeit von Frau Nahles soll der Arbeitslohn eines Zeitarbeitnehmer nach neun Monaten an den eines Stammmitarbeiters angepasst werden.
Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters kritisieren Arbeitgebervertreter den gestern von Frau Nahles vorgelegten Entwurf zur Regulierung der Zeitarbeit scharf.
Wie das Handelsblatt berichtet, hat der Betriebsrat des Automobilhersteller Porsche ab sofort ein Mitbestimmungsrecht bei der Vergabe von Werkverträgen.
Die geplanten Einschränkungen der Zeitarbeit bedrohen die Arbeitsplatzchancen Geringqualifizierter. Darauf deuten Daten hin, die der Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer vom IW Köln in Berlin vorstellte (siehe Download "Präsentation Schäfer"). Bei einer Veranstaltung der INSM erinnerte Schäfer daran, dass ein Viertel der Zeitarbeitnehmer keine berufliche Ausbildung haben.
Personaldienstleister, die Freiberufler an Kundenunternehmen vermitteln, müssen an zwei Fronten anspruchsvolle Klientel bedienen. Der Freiberufler auf der einen Seite, der weiß, was er wert ist und entsprechend hohe finanzielle Ansprüche hat. Auf der anderen Seite das Kundenunternehmen, das hochqualifizierte Facharbeiter zu bestmöglichen Konditionen einkaufen will. Diese Situation macht Personaldienstleistern zu schaffen und wachsender Fachkräftemangel und Rechtsunsicherheiten im Bereich der Scheinselbstständigkeit werden die Herausforderungen weiter steigen lassen. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, ist bei allen Beteiligten in einigen Bereichen umdenken angesagt.
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles erwartet sich von dem Gesetz zu Werkverträgen vor allem eine abschreckende Wirkung. Unter anderem sollen den Betriebsräten mehr Rechte bei der Vertretung von Werkvertragsbeschäftigten eingeräumt werden. Ein generelles Verbot von Werkverträgen werde es aber nicht geben.
iGZ-Hauptgeschäftsführer: Flüchtlinge nach drei Monaten beschäftigen „Zeitarbeit bringt Menschen mit Vermittlungshemmnissen in Arbeit. Sie hat darüber hinaus eine große Erfahrung in der Integration von Ausländern und Migranten in den Arbeitsmarkt. Was läge näher, diese Expertise auch für die bevorstehende Herausforderung der Flüchtlingsintegration zu nutzen", sagt der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), Werner Stolz.
Der VW-Vorstand zieht den Abbau von Zeitarbeitnehmernstellen in Betracht, sollte sich ein spürbarer Auftragsrückgang durch die Abgas-Affäre ergeben.
Der Innenausschuss hat den Weg für den von den Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD vorgelegten Entwurf eines "Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes" frei gemacht. Das Gremium billigte die Vorlage am Mittwoch gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in modifizierter Fassung. Der Gesetzentwurf steht am Donnerstag zur abschließenden Beratung auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums und am Freitag auf der des Bundesrates.
Laut einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken haben derzeit nur wenige Flüchtlinge eine Chance auf einen Arbeitsplatz. Von rund 311.000 erwerbsfähigen Asylsuchenden und geduldeten Flüchtlingen, die zum Stichtag 31. August hier lebten, haben im ersten Halbjahr nur rund 17.400 eine Arbeitsgenehmigung bekommen. Bundesarbeitministerin Andrea Nahles rechnet innerhalb von vier Jahren mit einem Anwachsen der Zahl der Hartz-IV-Empfänger um eine Million und Mehrkosten in Milliardenhöhe.
„Beschäftigungssicherung in Krisenzeiten lässt sich nur mit Kurzarbeit gewährleisten“ Im Zuge der Volkswagen-Abgasaffäre prüft die Bundesregierung derzeit, ob die Kurzarbeiterregelung auch auf Arbeitnehmer in der Zeitarbeit bei Volkswagen ausgedehnt werden sollte. Der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) sieht im Vorstoß der Bundesregierung den richtigen Ansatz, der aber noch ausgebaut werden müsse.
Akademie der Zeitarbeit
Berater der Zeitarbeit
ES-Klassentreffen