Seit heute morgen hat die Bundespolizei in fünf Bundesländern Razzien bei Zeitarbeitsfirmen durchgeführt, die unter dem Verdacht stehen, Arbeitskräfte aus dem europäischen Ausland ohne Arbeitserlaubnis nach Deutschland geschleust und an fleischverarbeitende Unternehmen überlassen zu haben. Betroffen sind konkret zwei Zeitarbeitsfirmen, die unabhängig voneinander, aber mit derselben Vorgehensweise agiert haben sollen. Nach Aussage von Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Neufang soll auch Tönnies Arbeitskräfte dieser Zeitarbeitsfirmen genutzt haben. Es werde jedoch nicht gegen das Unternehmen ermittelt, da alle Arbeitskräfte zum Zeitpunkt der Überlassung die nötigen Erlaubnispapiere und Bescheinigungen vorweisen konnten, auch wenn sich diese inzwischen als Fälschungen herausgestellt haben.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung / dpa