Im Jahr 2016 ist das sogenannte Westbalkangesetz in Kraft getreten, das den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für Arbeitskräfte aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien erleichtert. Die zusätzlichen Arbeitskräfte werden in vielen Branchen wie z.B. dem Baugewerbe dringend benötigt. Nun wird diskutiert, ob die bis 2020 befristete Westbalkanregelung trotz der wirtschaftlichen Vorteile wie geplant auslaufen soll. Kritiker befürchten, dass zuviele unqualifizierte Arbeiter in den Arbeitsmarkt kommen und sehen zusätzlich erhöhte Gefahr von Missbrauch hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Entlohnung. Eine Evaluation des Westbalkangesetzes im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales soll nun zum Ende des Jahres mehr Klarheit schaffen.

Quelle: Welt (Autoren: Ricarda Breyton, Kristian Frigelj)