13-01-21 Diagramm BA AUEG-Statistik 1-HJ-2012 webDie Bundesagentur für Arbeit hat die amtlichen Kennzahlen der Zeitarbeitsbranche für das erste Halbjahr 2012 veröffentlicht. In der Analyse der BA heißt es auszugsweise:

1. Zahl der Verleihbetriebe und der Leiharbeitnehmer befindet sich auf sehr hohem Niveau:
Ende Juni 2012 waren in Deutschland 908.000 Leiharbeitnehmer in 18.500 Verleihbetrieben beschäftigt. Die Zahl der Leiharbeitnehmer befindet sich damit weiter auf sehr hohem Niveau, gegenüber dem Vorjahr ist sie aber nicht weiter gewachsen, nachdem der Vorjahresabstand im Dezember 2011 noch bei +48.000 oder +6 Prozent gelegen hatte. Beim Vergleich der aktu-ellsten Daten mit den Ergebnissen zum 30. Juni 2008, dem Juni-Stichtag vor der schweren Wirtschaftskrise 2008/2009 mit dem größten Leiharbeitnehmerbestand, wird eine deutliche Zunahme ausgewiesen (+114.000 oder +14 Prozent; vgl. Grafik 1 und Tabelle II.1.6.1). Die Zahl der Verleihbetriebe mit einer Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung ist im Vorjahresvergleich um 1.100 oder 6 Prozent auf 18.500 gestiegen und befindet sich damit auf Rekordniveau (vgl. Grafik 2 und Tabelle II.4.4). Von den Verleihbetrieben waren 11.600 oder 63 Prozent überwiegend oder ausschließlich in der Arbeitnehmerüberlassung tätig (vgl. Tabelle II.4.4.1).

6. Vergleich mit Daten aus der Beschäftigungsstatistik:

Informationen zu Beschäftigten in Leiharbeitsunternehmen stehen auch in der Beschäfti-gungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Sie weichen im Wesentlichen aus zwei Gründen von den Ergebnisse aus der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik ab: (1) In der Beschäftigungsstatistik werden nur die Betriebe erfasst, deren wirtschaftlicher Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung ist und (2) es wird auch die Stammbelegschaft miterfasst (vgl. me-thodische Hinweise unter III.4). In der Beschäftigungsstatistik lässt sich feststellen: Im Juni 2012 arbeiteten 792.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Betrieben mit wirtschaftli-chem Schwerpunkt in der Überlassung von Arbeitskräften. Verglichen mit Juni 2011 ist ihre Zahl um 28.000 oder 3 Prozent gesunken. Gegenüber Juni 2008, dem Juni-Stichtag vor der schweren Wirtschaftskrise 2008/2009 mit dem größten Beschäftigtenbestand in dieser Bran-che, errechnet sich dagegen ein Anstieg von 82.000 oder 12 Prozent (vgl. Grafik 7 und Tabelle II.5.2).

 

Die BA-Statistik steht unseren Beratungsvertragskunden zum Download im Kundenbereich „Fachliteratur" zur Verfügung.

Weitere interessante und aussagefähige Daten und Grafiken erhalten unsere Kunden in den nächsten Tagen wie immer in einem ausführlichen Rundschreiben.