Am Aschermittwoch verhandeln die Arbeitgeber der Zeitarbeitsbranche direkt mit der größten deutschen Einzelgewerkschaft über Löhne, berichtet Der Westen. Die IG Metall fordert mehr Geld für die rund 300 000 Leiharbeiter, die in der Metall- und Elektroindustrie eingesetzt werden. Doch ein Abschluss könnte Signalwirkung für die gesamte Verleih-Branche mit ihren knapp einer Million Beschäftigten haben.
Die IG Metall will die Leiharbeit eindämmen - besonders bei BMW. Denn der Münchner Autohersteller gilt aus Gewerkschaftssicht als Unternehmen, bei dem die Leiharbeit überhandnimmt, berichtet Süddeutsche.de.
Die IG Metall fordert einen "Branchenzuschlag", am Mittwoch treffen sich dazu Gewerkschafter und Verbandsvertreter der Verleihbranche zu ersten Verhandlungen in Düsseldorf.
Die Entwicklung in der Zeitarbeit geht in zwei Richtungen: Einerseits wächst der Bedarf der Unternehmen nach flexiblen Arbeitskräften, andererseits fällt es bei sinkender Arbeitslosigkeit der Zeitarbeitsbranche immer schwerer, geeignete Bewerber zu finden. Manche Regionen seien regelrecht „leergefegt", klagt die Branche. Während die Gewerkschaften den Unternehmen als Motiv oft Lohndrückerei für den Einsatz von Leiharbeitern unterstellen, kommt eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) zu einem anderen Ergebnis. Befragt wurden mehr als 100 Unternehmen, die Leiharbeit einsetzen oder erwägen.
Im Interview mit der Welt appeliert Gesamtmetallchef Kannegiesser an die IG Metall, eine Eskalation zu verhindern - und fordert längere Arbeitszeiten. Eine Regulierung der Zeitarbeit lehnt der Metallarbeitgeberchef ab, genauso wie die unbefristete Übernahme von ausgelernten Azubis.
In der heutigen Printausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, vom 17. Februar 2012, Seite 20, findet sich dieser sehr lesenswerte Artikel von Sven Astheimer. Wer nicht über die klassische Zeitungsausgabe verfügt, findet den gesamten Wortlaut des Beitrages zur Zeit auf der Website des iGZ - Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. -.