DGB-„Studie“ krass fehlerhaft und unseriös!

In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ausführlich über den Streit der Zeitarbeitsbranche mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Der DGB hat Anfang Februar seine Publikation aus der Reihe „arbeitsmarktaktuell" veröffentlicht. Der umstrittene Titel dieser Ausgabe lautet: „Niedriglohn und Lohndumping im Verleihgewerbe".

Zitat aus dem FAZ-Artikel unter der Schlagzeile „Weniger Zeitarbeiter sind auf Hartz IV angewiesen":

„... Der Bundesverband Zeitarbeit und Personaldienstleistungen (BZA) wirft dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vor, mit falschen Zahlen der Branche einen massiven Imageschaden zufügen zu wollen. ‚Dem DGB geht es nicht um Wissenschaft oder solide Aufbereitung von Daten, sondern um Propaganda und Fehlinformation', sagte BZA-Präsident Volker Enkerts dieser Zeitung. ... Die DGB-Rückschlüsse hält der BZA für unseriös...."

Der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) hat gleichfalls die Daten der so genannten DGB-„Studie" unter dem Motto „Zahlen lügen nicht? Oder wie der DGB die Öffentlichkeit in die Irre führt" sachlich reflektiert.

Übrigens entzog sich der DGB-Studien-Autor Dr. Wilhelm Adamy bisher einer Stellungnahme gegenüber der Wirtschaftsredaktion der FAZ.

Statt dessen hat der DGB-Bundesvorstand am gestrigen Tag eine weitere Ausarbeitung des Dr. Adamy unter dem Arbeitstitel „Hohes Entlassungsrisiko in der Leiharbeit – auch bei anziehender Konjunktur" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wiedergabe des abschließenden Gewerkschaft-Fazits:

„Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass gewerbsmäßige Leiharbeit keine Branche wie jede andere ist. Die Arbeitsplatzunsicherheit bleibt auch bei konjunktureller Besserung sehr hoch. In keiner anderen Branche ist das Risiko des Jobverlustes und der Arbeitslosigkeit größer als im Verleih. Bei eintretender Arbeitslosigkeit besteht oftmals kein oder kein existenzsichernder Anspruch auf Arbeitslosengeld. Viele werden direkt ins Hartz IV-System durchgereicht. Leiharbeit ist immer noch eine Hauptverkehrsstraße in prekäre Beschäftigung. Leiharbeit frisst sich immer tiefer in den regulären Arbeitsmarkt. Personalpolitische Risiken der Verleiher werden in hohem Maße auf die Beschäftigten und die Sozialversicherung verlagert. Das Risiko ist hoch, dass sich instabile Erwerbsbiografien verfestigen und Leiharbeitskarrieren mit wiederkehrenden Phasen der Arbeitslosigkeit einhergehen. Daran hat auch die sich stabilisierende Konjunktur nichts ändern können. Gleiche Entlohnung und Gleichbehandlung bei den übrigen Arbeitsbedingungen mit den Beschäftigten der Einsatzbetriebe sind Voraussetzung auch für gesellschaftliche Akzeptanz der Leiharbeit."

Edgar Schröders Kurz-Kommentar:

Es ist ein Skandal, wie die Bürger unseres Landes durch zielgerichtete Gewerkschaftspropaganda in sämtlichen Medien ein Zerrbild über die Zeitarbeit in die Köpfe eingetrichtert bekommen, das extrem abschreckend auf die Gesellschaft wirken soll.

Die DGB-Funktionäre wollen sich scheinbar in die kriegerisch anmutende Propagandaschlacht mit den Unternehmern und Repräsentanten der Zeitarbeitsbranche begeben.

Seriöse verlässliche Sozialpartnerschaft stellt sich unseres Erachtens anders dar.