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| 28.10.2005 | Discount-Zeitarbeit GmbH kompromisslos / uneinsichtig Rüge durch den Deutschen Werberat BZA lehnt Aufnahmeantrag ab |
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![]() Der o. g. Dienstleister, ansässig im norddeutschen Bardowick am Rande der Lüneburger Heide, sorgt seit vielen Wochen mit dem Slogan „Geile Leute! Geile Preise“ für viel Wirbel. Als sehr befremdlich muß insbesondere der Werbe-Trailer auf der Website eingestuft werden. Im Kern der Dienstleistungsstruktur geht es um folgendes „Broker“-Konzept: Die angebotenen Arbeitnehmer-Profile werden nahezu komplett von konventionellen Zeitarbeitsunternehmen, den sogenannten „AÜG-Vertragspartnern“ angeboten und disponiert. Maximal zwei Prozent aller Aufträge werden mit eigenem Personal besetzt. Je Auftrag und Mitarbeiter zahlen die „AÜG-Partner“ pauschal 25 Euro netto als fixe Provision. Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen – iGZ e. V. – hat die Homepage-Werbung dem Deutschen Werberat zur Begutachtung und Bewertung vorgelegt. Diese Institution sorgt insbesondere dafür, dass Missstände in der Werbung festgestellt und beseitigt sowie Darstellungen zum Schutze der Umworbenen abgestellt werden, die als anstößig bzw. unzuträglich empfunden werden. Der Deutsche Werberat hat mit Schreibem vom 25.10.2005 wie folgt Stellung genommen: „…Der Werberat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Homepage-Werbung zu beanstanden ist. Sowohl der Werbespruch „Geile Leute! Geile Preise“ als auch der herunterladbare Trailer, in dem die Arbeitssuchenden als primitive und dumme Personen dargestellt würden, ließen ein verachtendes Menschenbild zutage treten. Die Menschen würden durch den Werbespruch wie Ware vermarktet, es dränge sich ein Vergleich zu einschlägigen Werbesprüchen von Elektronikkonzernen („Geile Preise“) auf. Hierdurch würden Zeitarbeitnehmer verunglimpft und ihre Menschenwürde verletzt. Somit liege ein Verstoß gegen die Grundsätze des Deutschen Werberats zur Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen vor. Der Werbungtreibende hat daraufhin mitgeteilt, dass die Website/der Trailer nicht geändert werden. Der Deutsche Werberat wird die Werbemaßnahme daher öffentlich rügen…“ Die Beharrlichkeit des Dienstleisters seine Billig-Strategie unbeirrbar fortsetzen zu wollen, gipfelte am 27.10.2005 in folgender Headline (unter www.firmenpresse.de/presseinfo) „Schwarzarbeit ist teuer – Personal ab 11,49 € pro Stunde bundesweit.“ Diese Peinlichkeit Zeitarbeit direkt mit Schwarzarbeit zu verknüpfen, kann in Sachen Negativ-Image nicht mehr getoppt werden. Der Dienstleister teilt über seine eigene Website unter dem 20.10.2005 mit, dass der BZA „Bundesverband Personal-Dienstleistungen e. V.“ den Aufnahme-Antrag abgelehnt hat. Abschließend zitieren wir aus dem Beitrag Edgar Schröders unter der Rubrik „Klartext“ aus August 2005 (Letter for Friends): „…Es liegt an dem unternehmerischen Leitbild eines jeden einzelnen Personaldienstleisters, seiner konsequenten Entscheidungen und des entschlossenen Handelns, dem Discounter-Spuk durch Ablehnung der angebotenen Partnerschaft den Nährboden zu entziehen. Die Wertschöpfung Ihrer externen Mitarbeiter sowie der Respekt gegenüber den Arbeitnehmern erfordert es, jedem Kunden und potentiellen Nutznießer das Dienstleistungspaket „Zeitarbeit“ seriös anzubieten.“ |
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03.09.2010
06.09.2010