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14.09.2005 DGB macht mobil: IG Metall will Klage gegen CGZP einreichen //
Verdi warnt vor einem Auseinanderbrechen der Zeitarbeitsverbände
 

Erwartungsgemäß hat Manpower als BZA (Bundesverband Zeitarbeit e. V.) -Gründungsmitglied für eine breit angelegte Diskussion zur Thematik „Verbands-/Tariftreue“ gesorgt. Was ist geschehen?

Die rechtlich selbständige Tochtergesellschaft „Manpower Managed Services GmbH wendet in  ihren Niederlassungen (u. a. Kamp-Lintfort) das zwischen AMP (Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e. V. ) und CGZP (Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA) abgeschlossene Tarifwerk an. Bekanntermaßen hat der BZA ein Tarifwerk mit der Tarifgemeinschaft des DGB abgeschlossen. In unserem Newsletter August 2005 hatten wir unsere Beratungsvertragskunden bereits zum Thema und einen entsprechenden Arbeitsvertrag ausführlich informiert.

Die Kundenbeziehung zwischen Manpower und dem Siemens-Konzern ist durch diese Vorgehensweise ins Visier der Gewerkschaften geraten. So wird Jürgen Ulber, zuständig für das Thema Zeitarbeit im IG Metall Vorstand, in einem Beitrag der Berliner Zeitung vom heutigen Tage wie folgt zitiert:

„Die Lohndumping-Strategie ist bei Siemens Bestandteil des Personalkonzepts“.

Ein Siemens-Sprecher erklärte zu der Vorgehensweise von Manpower in dem Beitrag, ihm sei von den Manpower-Praktiken nichts bekannt. Ohnehin sei Zeitarbeit bei Siemens „eher ein Nischenthema“.

Manpower-Sprecherin Katja Hartmann bestätigte dem Beitrag zu Folge, dass Manpower sich seiner Tochterfirma bedient, um Arbeitsverträge unterhalb des DGB-Niveaus abzuschließen. Sie lehnte aber Angaben dazu ab, wie und in welchem Ausmaß dies bei Siemens geschieht.

Aktuell sind nur Fälle aus den Siemens-Fabriken in Bocholt und Kamp-Lintfort bekannt. Nach IG Metall Angaben sind dort in Spitzenzeiten bis zu 700 Zeitarbeitskräfte im Einsatz.

In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass die IG Metall am Montag eine Feststellungsklage beim Arbeitsgericht Berlin einreichen will. Hier soll dann festgestellt werden, dass der CGZP der Status einer Gewerkschaft aberkannt wird. Begründet werden soll dies u. a. damit, dass die CGZP nicht mächtig genug sei, um z. B. Tarifauseinandersetzungen führen zu können.

Ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) warnt bereits vor einem Auseinanderbrechen der Arbeitgeberverbände in der Zeitarbeitsbranche und stößt zugleich erneut die Mindestlohndebatte an. Die stellvertretende ver.di- Vorsitzende Margret Mönig Raane bewertet die aktuelle Situation in einem Bericht der Verbandspresse wie folgt:

„Trotz dieser tarifpolitischen Erfolgsgeschichte können einige wohl den Hals nicht voll genug kriegen und wollen sich zu Lasten ihrer Beschäftigten bereichern.“

Das Lohnniveau solle gedrückt werden, u. a. eben auch durch das o. g. „Manpower-System“ und den Abschluss von Tarifverträgen mit einer so genannten „gelben“ Gewerkschaft.

„In eineigen Fällen werde auch eine Tochterfirma gegründet, die nicht Mitglied des Arbeitgeberverbandes sei und in „Schmutzkonkurrenz“ einen Tarifvertrag mit einer solchen gelben Gewerkschaft abschließe: Eine derartige Lohndrückerei ruiniert den Ruf der Branche mit ihren 400.000 Beschäftigten ganz schnell wieder,“ warnt Mönig-Raane in dem o. g. Beitrag.

Die vollständigen Beiträge haben wir auf unserer Website Pressespiegel eingestellt.

Auf dieser Website stellen wir regelmäßig aktuelle Veröffentlichungen u. a. mit Bezug zum Thema „Zeitarbeit“ ein, so z. B. auch

die Pressemitteilung der Discount-Zeitarbeit  zum Schreiben des iGZ an den „Deutschen Werberat“.

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